Rekordjagd und plötzlicher Absturz liegen bei Siemens eng beieinander. Der Industriekonzern profitiert massiv vom globalen Ausbau der Rechenzentren. Auf den Börsenjubel folgte am Freitag ein harter Dämpfer.
Am Donnerstag markierte das Papier mit 272,20 Euro ein neues Jahreshoch. Damit stieg der Börsenwert zeitweise auf über 200 Milliarden Euro. Am Freitag setzten massive Gewinnmitnahmen ein, der Kurs fiel um knapp fünf Prozent.
Kein Wunder. Ein RSI-Wert von über 81 signalisierte zuvor einen stark überkauften Zustand. Echte fundamentale Gründe für den Abverkauf fehlen.
KI-Boom treibt die Auftragsbücher
Das hohe Bewertungsniveau basiert auf starken operativen Zahlen. Die Sparte Smart Infrastructure verzeichnete im abgelaufenen Quartal einen Rekord-Auftragseingang. Der Wert kletterte um 35 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro. Besonders das Geschäft mit Datencentern floriert. Allein hier sammelte Siemens Bestellungen für 1,9 Milliarden Euro ein.
Parallel dazu wuchs der Bereich Digital Industries, hier stiegen die Aufträge auf 4,8 Milliarden Euro. Die Mobilitätssparte kämpft indes mit US-Zöllen, die das Umsatzwachstum leicht bremsen. Analysten von UBS und JPMorgan sehen die aktuelle Kursdelle gelassen. Sie rufen Kursziele von bis zu 335 Euro auf.
Prognose bleibt bestehen
Für das Gesamtjahr hält das Management Kurs. Der Vorstand erwartet ein Umsatzwachstum am oberen Ende der Zielspanne. Der Gewinn je Aktie soll zwischen 10,70 und 11,10 Euro liegen.
Ein milliardenschweres Rückkaufprogramm stützt den Kurs zusätzlich. Im ersten Quartal 2027 plant Siemens weitere Schritte zur Verselbstständigung von Unternehmensteilen. Damit fokussiert sich der Konzern stärker auf die Kernbereiche Elektrifizierung und Automatisierung.
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