Siemens Aktie: 1,44 Prozent auf 271,80 Euro

Siemens baut sein Digitalgeschäft mit neuen KI- und Werft-Kooperationen aus, während das Bahngeschäft weiter wächst und die Aktie sich robust zeigt.

Auf einen Blick:
  • Ausbau der NVIDIA-Kooperation für KI-Chipdesign
  • Werft-Partnerschaft mit HD KSOE vereinbart
  • 2.000ste Vectron-Lok an ÖBB ausgeliefert
  • Aktie erholt sich trotz schwierigem Marktumfeld

Siemens treibt seine Strategie der digitalen Zwillinge branchenübergreifend voran. Am heutigen Montag meldete das Unternehmen eine Erweiterung der Partnerschaft mit NVIDIA im Bereich KI-gestützter Elektronik-Designautomatisierung (EDA) – nur wenige Tage nachdem Siemens Digital Industries Software einen weitreichenden Kooperationsvertrag mit einem der größten Werftkonzerne der Welt unterzeichnet hatte.

Werft der Zukunft mit HD KSOE

Am Donnerstag hatten Siemens Digital Industries Software und HD Korea Shipbuilding & Offshore Engineering (KSOE) eine Vereinbarung geschlossen, die den gesamten Schiffbauprozess in eine einzige 3D-Datenumgebung überführen soll. Design, Produktion, Lieferkette, Qualitätskontrolle und Wartung sollen künftig digital verzahnt ablaufen. KSOE plant zudem eine sogenannte virtuelle Werft, mit der sich Produktionsabläufe vorab simulieren lassen – ein Schritt in Richtung autonomer Fertigung. KSOE-Chef H.K. Kim bezeichnete Künstliche Intelligenz als transformative Technologie für den Schiffbau. Für Siemens ist der Deal ein weiterer Beleg dafür, dass sich das Digital-Industries-Geschäft nicht auf klassische Industriekunden beschränkt, sondern auch in kapitalintensiven Branchen wie dem Schiffbau Fuß fasst.

Die Ausweitung der NVIDIA-Kooperation setzt an einer anderen Stelle an: Beim Design von Halbleitern sollen KI-Werkzeuge künftig tiefer in die Softwarekette von Siemens integriert werden. Details zu Umfang oder finanziellen Eckdaten der Erweiterung nannte das Unternehmen zunächst nicht, die strategische Stoßrichtung fügt sich aber in eine Reihe ähnlicher Technologiepartnerschaften ein. Erst kürzlich hatte auch der chinesische Robotikhersteller UBTECH auf der Chain Expo demonstriert, wie sein humanoider Roboter Walker C1 mit Software von Siemens Digital Industries Software zusammenarbeitet – UBTECH strebt eine Jahresproduktion von bis zu 10.000 Einheiten an.

Bahngeschäft läuft parallel weiter

Während sich die Schlagzeilen zuletzt um Künstliche Intelligenz drehten, läuft das klassische Bahngeschäft von Siemens Mobility unvermindert weiter. Erst am Donnerstag verließ die 2.000ste Vectron-Lokomotive das Werk in München-Allach, bestimmt für die österreichischen Bundesbahnen ÖBB. Insgesamt hat Siemens Mobility nach eigenen Angaben knapp 3.000 Vectron-Loks an mehr als 115 Kunden in 20 Ländern verkauft. Zusätzlich bestellte der Leasingkonzern Alpha Trains sieben weitere Desiro-ML-Regionalzüge, die vom Verkehrsunternehmen ODEG auf Strecken an der Ostseeküste eingesetzt werden sollen. ODEG befördert nach eigenen Angaben jährlich rund 18,2 Millionen Fahrgäste auf einem Streckennetz von 1.200 Kilometern.

Kurs behauptet sich trotz nervösem Marktumfeld

An der Börse zeigte sich die Aktie zuletzt robust. Zum Wochenschluss am Freitag legte das Papier um 1,44 Prozent auf 271,80 Euro zu und nähert sich damit wieder seinem 52-Wochen-Hoch, von dem es nur noch 4,55 Prozent entfernt notiert. Seit Jahresbeginn steht für Siemens ein Plus von 13,70 Prozent zu Buche. Das Umfeld bleibt dabei nicht ohne Risiken: Zu Wochenbeginn hatten ein eskalierender Ölpreis-Schock im Zuge von Angriffen auf Anlagen im Nahen Osten sowie ein Rutsch von DAX und S&P 500 unter ihre 200-Tage-Linien mehrere Schwergewichte, darunter auch Siemens, charttechnisch unter Druck gesetzt. Die aktuelle Kursentwicklung deutet jedoch darauf hin, dass Anleger die jüngsten Technologie- und Industriepartnerschaften stärker gewichten als die makroökonomischen Belastungsfaktoren.

Siemens-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Siemens-Analyse vom 27. Juli liefert die Antwort:

Die neusten Siemens-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Siemens-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Siemens: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Hinweis: Teile dieses Artikels wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)