Die Shopify-Aktie erlebt am Dienstag einen herben Kursrücksetzer von über 15 Prozent und sinkt damit auf den tiefsten Stand im laufenden Jahr. Was steckt hinter dem massiven Kursverlust des E-Commerce-Softwareanbieters?
Wachstumsabflachung und Margenprobleme
Der Kurseinbruch der Shopify-Aktie ist ein wenig paradox, da die eigentlichen Geschäftszahlen für das erste Quartal sogar über den Erwartungen lagen. Doch wie so oft an der Börse war der Ausblick der Spielverderber.
Im ersten Quartal meldete Shopify ein starkes Umsatzwachstum von 34,3 Prozent, schockierte aber mit der Prognose für das laufende zweite Quartal die Börse. Im laufenden Vierteljahr rechnet das Unternehmen nur noch mit einem Umsatzwachstum im Bereich von „hohen Zwanzigern“.
Für den Markt ist das ein klares Signal für eine Wachstumsverlangsamung. Bei einer Aktie, die so hoch bewertet ist wie Shopify (KGV von über 130), wird jede Verlangsamung gnadenlos abgestraft.
Zudem offenbarte ein tieferer Blick in die Zahlen Probleme bei der Profitabilität. Das Geschäft mit den Merchant Solutions (Zahlungsabwicklung, Kredite) wuchs mit 39 Prozent deutlich schneller als die margenstarken Abo-Modelle, die nur um 21 Prozent zulegten.
Dieser Mix-Shift drückte auf die Bruttomarge. Zudem stiegen die Verluste im Kreditgeschäft um 55 Prozent, was Sorgen über die Kreditqualität der Händler schürte.
Ein horrender Verlust
Während der bereinigte Gewinn pro Aktie von 0,36 US-Dollar die Schätzungen schlug, wies Shopify nach offiziellen Bilanzregeln (GAAP) einen massiven Nettoverlust von 581 Millionen Dollar aus. Der Grund waren Abschreibungen auf Aktienbeteiligungen des Unternehmens. Auch wenn dies kein operatives Problem ist, verschreckt ein so hohes negatives Vorzeichen viele Investoren.
Shopify-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Shopify-Analyse vom 06. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Shopify-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Shopify-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 06. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
