Shell ist einer der wichtigsten Akteure des weltweiten LNG-Handels. Nun hat der Konzern laut Reuters die entsprechenden Marktchancen erneut betont. So prognostizierte der Ölgigant, dass die Nachfrage nach verflüssigtem Erdgas bis 2040 um 54 bis 68 % und bis 2050 um 45 bis 85 % ansteigen könnte.
Shell-Aktie: LNG-Wachstum vor allem dank Asien
Konkret erwartet der Konzern bis 2040 einen Bedarf zwischen 650 und 710 Millionen Tonnen pro Jahr, nach rund 422 Millionen Tonnen im Jahr 2025. Für 2050 sollen es 610 bis 780 Millionen Tonnen sein. Haupttreiber bleibt Asien, das laut Shell 70 Prozent des weltweiten Nachfragewachstums ausmachen dürfte. LNG werde damit mehr als die Hälfte des gesamten Zuwachses im globalen Gasmarkt stellen.
Der Konzern plant, seine eigenen LNG‑Verkäufe jährlich um 4 bis 5 % auszubauen und betont, dass das Portfolio sowohl kosten- als auch emissionsseitig wettbewerbsfähig sei. Gleichzeitig verweist Shell darauf, dass die aktuellen Zahlen noch unter dem Eindruck des Iran‑Kriegs stehen, der Handelsströme bei Öl und Gas durcheinandergebracht hat.
Shell-Aktie: Kritik an LNG-Offensive
Die Prognosen stehen im Fokus der Investoren: Bei der Hauptversammlung 2025 hatte eine Gruppe klimakritischer Aktionäre rund 21 % Zustimmung für eine Resolution erhalten, die Shells LNG‑Wachstumsannahmen infrage stellte.
Shell verteidigt nun seine Strategie und bezeichnet LNG als „entscheidenden Ausgleichsbrennstoff“ für Energiesysteme, die stark auf erneuerbare Quellen setzen. Kritiker wie die Aktivistengruppe ACCR sehen jedoch laut Reuters weiterhin offene Fragen – etwa, ob LNG langfristig gegenüber erneuerbaren Energien auch preislich bestehen kann.
Iran-Krieg: Shell-Aktie weiterhin im Plus
Am Dienstag hat die Shell-Aktie wegen der anhaltenden Unterstützung des Ölpreises infolge des Iran-Kriegs weiter zugelegt und kratzte am späten Vormittag im deutschen Handel zum ersten Mal überhaupt an der 40-EUR-Schwelle (Stand: 17.03.2026, 11:00 Uhr).
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