Shell Aktie: Trennung von Jiffy Lube

Der Ölkonzern trennt sich von der US-Ölwechselkette Jiffy Lube und fokussiert sich auf sein Kerngeschäft mit Schmierstoffen und Energie.

Auf einen Blick:
  • Verkauf von Jiffy Lube abgeschlossen
  • Kaufpreis liegt bei 1,3 Milliarden Dollar
  • Fokus auf Kernmarken wie Pennzoil
  • Weitere Portfolio-Anpassungen bei Shell

Shell zieht einen Schlussstrich unter ein über 20 Jahre altes Kapitel seines US-Geschäfts. Der Konzern hat den Verkauf von Jiffy Lube International und der Tochter Premium Velocity Auto an eine Einheit von Monomoy Capital Partners abgeschlossen. Der Deal war bereits angekündigt, nun ist er vollzogen — für 1,3 Milliarden Dollar.

Verkäufer ist Pennzoil Quaker State, die US-Schmierstofftochter von Shell. Mit im Paket: die Marke Jiffy Lube samt einem Netz von mehr als 2.000 Franchise- und Eigenbetrieben in den USA sowie Lizenznehmern in Kanada. Premium Velocity Auto, der zweitgrößte Jiffy-Lube-Franchisenehmer mit über 360 Standorten in 20 Bundesstaaten, wechselt ebenfalls den Besitzer.

Fokus auf die eigenen Kernmarken

Shell behält dagegen seine etablierten Schmierstoffmarken Pennzoil Quaker State und Rotella sowie die komplette Marketing-, Produktions- und Vertriebsstruktur für den US- und Kanada-Markt. Ein langfristiger Liefervertrag mit Monomoy sichert zudem weiterhin Umsatz aus dem Geschäft, das der Konzern gerade abgegeben hat. Jiffy Lube selbst machte zuletzt rund 6,5 Prozent des Volumens im gesamten nordamerikanischen Schmierstoffgeschäft von Shell aus — überschaubar im Konzernmaßstab, aber offenbar nicht mehr strategisch zentral genug.

Der Konzern selbst spricht von einer Bereinigung des Portfolios durch die Monetarisierung eines nicht zum Kerngeschäft zählenden Vermögenswerts. Das passt ins Bild: Parallel zum Jiffy-Lube-Abschluss laufen bei Shell mehrere weitere Transaktionen — darunter ein Umtauschangebot für Anleihen der US-Finanzierungstochter im Volumen von 5,5 Milliarden Dollar sowie die Vorbereitung eines Verkaufs der eigenen Offshore-Windparks im Wert von über einer Milliarde Dollar. Das eigene Aktienrückkaufprogramm über 3 Milliarden Dollar ruht derzeit aus rechtlichen Gründen im Zusammenhang mit einer Aktionärsversammlung bei ARC Resources — die Aussetzung soll bis Juli 2026 andauern.

Der Jiffy-Lube-Deal selbst ist damit eher ein kleinerer Baustein in einer breiteren Reihe von Portfolio-Anpassungen, mit denen Shell sein Geschäft weiter auf Kernbereiche wie Öl- und Gasförderung, LNG und den Handel mit Energieprodukten zuschneidet.

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