Shell gerät erneut wegen seines ökologischen Impacts unter Druck. Reuters zufolge läuft in den Niederlanden ein neues Gerichtsverfahren gegen den Ölmulti, angestoßen von der Klimaorganisation Friends of the Earth Netherlands (Milieudefensie).
Shell-Aktie: Aktivisten fordern Ende neuer Öl- und Gasprojekte
Die Aktivisten verlangen, dass Shell sofort alle Investitionen in neue Öl‑ und Gasprojekte stoppt. Hintergrund ist, dass Shell – wie andere große Energiekonzerne – nach den hohen Gewinnen seit Beginn des Ukrainekriegs seine erneuerbaren Aktivitäten zurückgefahren und die Emissionsziele abgeschwächt hat. Das Unternehmen plant weiterhin steigende LNG‑Verkäufe und will die Ölproduktion bis über 2030 hinaus stabil halten, auch um die Aktionärsrenditen zu verbessern.
Shell bezeichnet die Klage laut Reuters als „nicht nachvollziehbar“ und argumentiert, dass die Weltwirtschaft weiterhin fossile Energien benötige. Ein gerichtlicher Produktionsstopp würde lediglich dazu führen, dass andere Anbieter die Lücke füllten.
Shell-Aktie: Druck auf Ölkonzern
Das Verfahren baut auf einem jahrelangen Rechtsstreit auf: 2024 hatte ein niederländisches Berufungsgericht bestätigt, dass Shell eine Verantwortung zur Emissionsminderung trägt. Zwar wurde ein früheres, konkretes Reduktionsziel aufgehoben, doch das Gericht stellte klar, dass neue Öl‑ und Gasinvestitionen wahrscheinlich nicht mit dieser Pflicht vereinbar sind. Da diese Investitionspläne damals nicht Teil der Klage waren, konnte das Gericht darüber nicht entscheiden.
Trotz Shells Umzug nach London 2022 sehen die Aktivisten die niederländische Gerichtsbarkeit weiterhin als zuständig an. Ein Verhandlungstermin steht noch aus.
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