Shell-Aktie: Nigeria lockt!

Shell erhält grünes Licht für massive Investitionen in Nigerias Tiefsee-Projekt Bonga South West.

Auf einen Blick:
  • Shell will 20 Milliarden Dollar in Bonga South West investieren
  • Nigeria genehmigt gezielte Investitionsanreize für das Projekt
  • Shell erhöhte Anteil am Bonga-Ölfeld auf 65 Prozent
  • Seit 2023 bereits 7 Milliarden Dollar in Nigeria investiert

Nigeria macht ernst mit seiner Charmeoffensive. Nach einem Treffen zwischen Shell-CEO Wael Sawan und Präsident Bola Tinubu gibt es grünes Licht für gezielte Investitionsanreize beim Bonga South West Tiefsee-Ölprojekt. Shell plant dabei offenbar Großes.

Die Zahlen sind beeindruckend. Laut der Energieberaterin des Präsidenten, Olu Arowolo Verheijen, will Shell zusätzliche 20 Milliarden Dollar in das Bonga South West Projekt pumpen. Das wäre ein klares Bekenntnis zu Nigeria, nachdem der Konzern bereits seit 2023 rund 7 Milliarden Dollar in Bonga North und andere Projekte gesteckt hat.

Tinubu macht dabei unmissverständlich klar, was er erwartet. Die finale Investitionsentscheidung für Bonga South West soll noch während seiner ersten Amtszeit fallen. Die Anreize sind keine Geschenke, sondern an neues Kapital, zusätzliche Produktion und lokale Wertschöpfung gekoppelt.

Shell setzt weiter auf Nigeria trotz Onshore-Rückzug

Die Strategie von Shell wird dabei immer deutlicher. Während der Konzern seine Onshore-Assets an das Renaissance-Konsortium verkauft hat, baut er seine Offshore-Präsenz massiv aus. Im vergangenen Jahr übernahm Shell den Anteil von TotalEnergies am Bonga-Ölfeld und hält nun 65 Prozent. Für Bonga North fiel die Investitionsentscheidung bereits 2024.

Nigeria braucht diese Investitionen dringend. Als größter Ölproduzent Afrikas kämpft das Land seit Jahren mit rückläufiger Förderung. Die Reformen unter Tinubu sollen das ändern und ausländisches Kapital anlocken.

Für Shell-Aktionäre ist das durchaus relevant. 20 Milliarden Dollar sind eine Hausnummer, die zeigt, dass der Konzern langfristig an Nigeria glaubt. Die Frage bleibt allerdings, ob die politischen und operativen Risiken in Nigeria diese massive Kapitalallokation rechtfertigen. Shell jedenfalls scheint überzeugt zu sein.

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