Shell-Aktie: Katastrophe droht!

Der CEO von Shell sieht aufgrund des Iran-Konflikts akute Risiken für die europäische Energieversorgung. Der Konzern sucht parallel neue Quellen in Venezuela.

Auf einen Blick:
  • CEO Sawan warnt vor Engpässen im April oder Mai
  • Kritische Lage durch Stillstand in der Straße von Hormus
  • Shell prüft neue Gas- und Ölprojekte in Venezuela
  • Energiesicherheit als Teil nationaler Sicherheit

Shell-Chef Wael Sawan drückt den Alarmknopf: Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters befürchtet der Konzernboss Energieengpässe in Europa bereits im April oder Mai. Hintergrund ist der Iran-Krieg.

Shell-Aktie: CEO Wael Sawan warnt vor Energieengpässen in Europa

Auf der CERAWeek‑Konferenz in Houston konstatierte Sawam, dass Energiesicherheit inzwischen ein zentraler Bestandteil nationaler Sicherheit sei. Der anhaltende Nahostkonflikt beeinträchtige die globalen Lieferketten deutlich stärker als bisher angenommen. Besonders kritisch sei die Lage, weil der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus – eine der wichtigsten Routen für Öl und Flüssiggas – nahezu zum Stillstand gekommen sei.

Laut Sawan zeigen sich die Auswirkungen bereits weltweit: Zunächst sei Südasien betroffen gewesen, dann Südostasien und Nordostasien, und inzwischen erreichten die Engpässe auch Europa. Die deutsche Wirtschaftsministerin Katharina Reiche warnte ebenfalls vor möglichen Versorgungsproblemen, sollte der Konflikt weiter eskalieren.

Shell-Aktie: Neues Potenzial in Venezuela

Shell versucht nach eigenen Angaben, eng mit Regierungen zusammenzuarbeiten, um Lagerhaltung und Beschaffung zu stabilisieren. Parallel prüft der Konzern neue Gas‑ und Ölprojekte in Venezuela, wo der frühere Präsident Nicolás Maduro von den USA Anfang des Jahres entmachtet wurde. Dort könnten noch in diesem Jahr ein oder zwei Vorhaben grünes Licht erhalten, sofern die regulatorischen Rahmenbedingungen stimmen, heißt es laut Reuters.

Für Shell wäre das ein strategischer Schritt, um zusätzliche Quellen zu erschließen, die globale Versorgungslage zu entlasten und nicht zuletzt das Ertragspotenzial des Konzerns in einem höherpreisigen Umfeld zu verbessern.

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