Shell räumt auf und trennt sich von gleich mehreren Großprojekten. Der britisch-niederländische Ölkonzern prüft zusammen mit Mitsubishi den Verkauf der Beteiligungen am LNG Canada-Projekt. Das Vorhaben hat einen Wert von umgerechnet rund 40 Milliarden kanadischen Dollar. Reuters berichtete am 16. Januar unter Berufung auf Insider über die Verkaufspläne.
Gleichzeitig will Shell auch aus Syrien raus. Das Unternehmen hat offiziell den Rückzug aus dem al-Omar-Ölfeld beantragt und möchte seine Anteile an die staatlichen syrischen Betreiber übertragen. Youssef Qeblawi, Chef der Syrian Petroleum Company, bestätigte den Schritt heute. Interessanterweise zeigen amerikanische Firmen bereits Interesse an den syrischen Öl-Assets.
Shell setzt auf Portfoliobereinigung
Die Beweggründe für die Verkäufe dürften klar sein. Shell konzentriert sich offenbar auf profitablere Bereiche und will sich von komplexen oder politisch heiklen Projekten trennen. Das kanadische LNG-Projekt bindet enorme Kapitalmengen, während das syrische Engagement politische Risiken birgt.
Für Anleger stellt sich jetzt die Frage, ob diese Portfoliobereinigung der richtige Schritt ist. Einerseits könnte Shell durch die Verkäufe Mittel für lukrativere Investitionen freisetzen. Andererseits gibt der Konzern damit auch Zukunftspotenzial aus der Hand, besonders beim LNG-Geschäft.
Die nächsten Wochen werden zeigen, ob Shell für die Projekte angemessene Preise erzielen kann. Besonders beim 40-Milliarden-Projekt in Kanada dürfte die Käufersuche nicht ganz einfach werden. Investoren sollten die Entwicklungen genau beobachten.
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