Shell-Aktie: Ist das eine gute oder schlechte Nachricht?

Shells Treibhausgasausstoß blieb 2025 unverändert hoch, während der Konzern unter CEO Sawan weiter auf fossile Energien und Aktionärsrenditen setzt.

Auf einen Blick:
  • Treibhausgasemissionen stagnieren bei 1,1 Milliarden Tonnen
  • Netto-Kohlenstoffintensität zeigt keine Verbesserung
  • Strategie fokussiert auf klassisches Öl- und Gasgeschäft
  • Umweltschützer kritisieren den eingeschlagenen Kurs

Für die Shell-Aktie ging es am Montagvormittag erneut aufwärts. Knapp vor Mittag stand der Öl-Titel mit 1,1 % auf 39,35 Euro im Plus. Auf 1-Monats-Sicht legte das Papier somit um 18,4 % zu – angetrieben durch die hohen Ölpreise infolge des Iran-Kriegs (Stand: 16.03.2026, 11:45 Uhr).

Shell-Aktie: CO2-Bilanz 2025 nahezu unverändert

Bei Shell besonders im Fokus stehen aber nicht nur die Gewinne aus Öl und Gas, sondern auch die CO2-Emissionen. Nun hat der Konzern hierzu neue Zahlen veröffentlicht, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet.

Demnach blieben Shells Treibhausgasemissionen 2025 weitgehend stabil und lagen erneut bei rund 1,1 Milliarden Tonnen CO2‑Äquivalent. Der größte Teil entfällt weiterhin auf Scope‑3‑Emissionen, also auf die Verbrennung der Kraftstoffe, die Shell weltweit verkauft. Zum Vergleich: Die gesamten Emissionen Großbritanniens beliefen sich 2024 auf etwa 480 Millionen Tonnen – weniger als die Hälfte des Shell‑Fußabdrucks.

Auch die Netto‑Kohlenstoffintensität (NCI), Shells zentrale Kennzahl für den Fortschritt der Energiewende, blieb unverändert bei 71 g CO2‑Äquivalent pro Megajoule. Kritisch diskutiert wird weiterhin, dass intensitätsbasierte Ziele es Unternehmen ermöglichen, ihre fossile Produktion und damit die absoluten Emissionen zu erhöhen, solange der Energiemix durch erneuerbare Anteile oder Kompensationen rechnerisch „sauberer“ wird.

Shell-Aktie: Fokus auf Öl, Gas und Aktionärsrenditen

Für Investoren signalisiert die stabile Emissionslage, dass Shell seine Transformation nicht allzu übereilt angeht. Unter Konzernchef Wael Sawan will sich Shell wieder stärker seinem klassischen Geschäft mit Öl und Gas widmen und margenschwache Investitionen in Erneuerbare Energien eher reduzieren. Damit sollen auch die Aktionärsrenditen erhöht werden.

Umwelt- und Klimaschützer äußern daher massive Kritik am Management des Ölmultis.

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