Shell-Aktie: Der Durchbruch ist da – und nun?

Shell verzeichnet starke Quartalszahlen und treibt mit der Übernahme von Pavilion Energy das globale LNG-Geschäft voran. Die Aktie durchbrach eine wichtige Widerstandszone.

Auf einen Blick:
  • Starker operativer Cashflow von 42,9 Mrd. USD im Jahr
  • Übernahme von Pavilion Energy stärkt LNG-Position
  • Kapitalrückführung von bis zu 50 % an Aktionäre
  • Aktie legte über 21 Prozent vom Jahrestief zu

Shell hat die vorherigen Hochs gebrochen und ist erneut an diese Hochs herangelaufen. Vor allem das globale LNG-Geschäft sowie die aktuelle strategische Ausrichtung geben dem Unternehmen zusätzlichen Rückenwind, was für die weitere Entwicklung spannend werden könnte.

LNG bleibt zentrale Wachstumssäule

Die Grundlage für diese Stärke sind die zuletzt veröffentlichten Q4- und Gesamtjahreszahlen für 2025. Im vierten Quartal erzielte Shell bereinigte Gewinne von rund 3,3 Mrd. US-Dollar und einen operativen Cashflow von etwa 9,4 Mrd. US-Dollar. Für das Gesamtjahr summierte sich der operative Cashflow auf rund 42,9 Mrd. US-Dollar. Trotz zeitweise niedrigerer Ölpreise blieb die Profitabilität stabil, weil besonders das Upstream-Segment und das integrierte Gasgeschäft stark liefen.

Strategisch treibt Shell aktuell vor allem den Ausbau seines LNG-Geschäfts voran. Ein wichtiger Schritt ist die Übernahme von Pavilion Energy durch die Tochter Shell Eastern Trading in Singapur. Damit stärkt der Konzern seine Position im globalen LNG-Handel und sichert sich zusätzliche Lieferketten, insbesondere für Europa und Asien in den Jahren 2027 bis 2031. Parallel arbeitet Shell an weiteren Kooperationen, etwa mit dem Energieunternehmen METLEN im europäischen LNG-Markt.

Ein weiterer Punkt, der zuletzt Unsicherheit reduziert hat, ist die Neuorganisation des nigerianischen Ölprojekts OPL 245. Das Feld wird nun in vier Blöcke aufgeteilt und gemeinsam mit Partnern entwickelt. Dadurch entschärfen sich langjährige juristische und regulatorische Risiken zumindest teilweise. Für Aktionäre besonders relevant bleibt die Kapitalallokation. Shell hat angekündigt, langfristig etwa 40 % bis 50 % des operativen Cashflows über Dividenden und Aktienrückkäufe an Investoren zurückzugeben. Diese starke Rückführung von Kapital ist einer der Hauptgründe für die positive Kursentwicklung.

Shell-Aktie im Chart-Check

Die Shell-Aktie hat es geschafft, vom Tief dieses Jahres um über 21 % zuzulegen. Der Anstieg startete an der Unterstützungszone zwischen 28,6 und 30,2 Euro und führte die Aktie anschließend deutlich nach oben. Die Widerstandszone zwischen 34,6 und 35,2 Euro konnte der Markt vor einigen Tagen mit einer starken Kerze nach oben durchbrechen. Aktuell ist der Kurs jedoch wieder in diesen Bereich zurückgelaufen, sodass diese Zone nun erneut eine wichtige Rolle spielt. Zusätzlich kann man sich im Chart gut an der Aufwärtstrendlinie orientieren. Sollte die aktuelle Zone halten und der Markt möglicherweise noch einmal an die Trendlinie laufen, ohne diese zu brechen, könnte sich die Stärke fortsetzen und der Kurs wieder nach oben drehen. Ein Bruch unter diese Bereiche würde hingegen für zunehmenden Verkaufsdruck sprechen und könnte zu einem erneuten Anlauf der Tiefs führen. Hier die Shell-Aktie im Tageschart.Shell

Den Link zu Tradingview und dem Chart findest du hier: https://www.tradingview.com/x/XFU5nkHG/

An der aktuellen Schwelle würde ich zunächst abwarten und beobachten, wie der Markt an dieser Zone reagiert. Fällt der Kurs nicht mehr unter die Zone, könnte sich daraus eine mögliche Kauf-Chance ergeben. Das Ziel wäre dann eine Fortsetzung der Stärke und ein weiterer Trend auf der Oberseite.

Sollte die Aktie jedoch unter diese Zone und auch unter die Aufwärtstrendlinie brechen, könnte sich eine Short-Chance ergeben. In diesem Fall würde ich jedoch genau darauf achten, wie sich die Kerzen entwickeln. Wichtig wäre, dass der Kurs danach nicht mehr über diese Bereiche zurückläuft. Auch durch die aktuelle Lage kann sich der Ölpreis schnell verändern. Das könnte wiederum direkte Auswirkungen auf die Aktie haben.

Ihr Konrad

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