Shell-Aktie: Big Oil in Nahost – wer ist am stärksten betroffen?

Reuters-Daten zeigen unterschiedliche Abhängigkeiten westlicher Ölkonzerne von der Nahost-Region. Shell jedenfalls könnte noch mit dem Schrecken davonkommen.

Auf einen Blick:
  • Shell fördert 11% seines Öls im Nahen Osten
  • TotalEnergies hat 34% Produktion in der Region
  • BP und Exxon Mobil ebenfalls stark engagiert
  • Chevron und ConocoPhillips weniger betroffen

Viele westliche Öl-Aktien haben deutlich von den Marktturbulenzen infolge des Iran-Kriegs profitiert – darunter auch Shell. Aber sind diese Konzerne nicht auch negativ von dem Krieg betroffen?

Jetzt hat die Nachrichtenagentur Reuters hierzu interessante Daten zusammengetragen, die zeigen, wie umfangreich einzelne Ölkonzerne im Nahen Osten aktiv sind.

Shell-Aktie: Konzern fördert 11 % seines Öls im Nahen Osten

Demnach stammten bei Shell im letzten Jahr 307.000 Barrel Öläquivalent pro Tag aus der Region – rund 11 % der gesamten Konzernproduktion. Besonders Qatar bleibt ein Schwergewicht: Shell hält 30 % an einer 7,8‑Mio.-Tonnen‑LNG‑Anlage, besitzt die 100 %‑Beteiligung an Pearl GTL und ist in Oman an zwei weiteren LNG‑Komplexen beteiligt. Shell hat jedoch keine Raffinerien in der Region.

Der US‑israelische Krieg gegen Iran hat Lieferketten und Schifffahrtsrouten durcheinandergebracht – und damit auch Teile der regionalen Förderung westlicher Majors beeinträchtigt.

Shell-Aktie: TotalEnergies offenbar am stärksten betroffen

TotalEnergies musste kürzlich einräumen, dass 15 % seiner Produktion im Nahen Osten offline ist. Der französische Konzern ist der größte westliche Ölförderer in der Region. Etwa 34 % seiner globalen Produktion findet dort normalerweise statt. Auch verfügt der Konzern dort über deutlich mehr Beteiligungen als Shell. Auch BP ist indes stärker im Nahen Osten vertreten – mit 22 % Produktionsanteil.

Der amerikanische Branchenprimus Exxon Mobil kommt laut von Reuters zitierten Analysten indes auf 20 %. Die beiden US-Konkurrenten Chevron und ConocoPhillips wiederum sind im Nahen Osten deutlich weniger engagiert.

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