Shell fährt den Aktienrückkauf weiter hoch. Am Dienstag kaufte der Konzern über eine Million eigene Anteile zurück – an der Londoner Börse und auf Chi-X. Die Transaktionspreise lagen umgerechnet knapp unter 32 Pfund je Aktie. Das Programm läuft planmäßig bis Juli 2026.
Die Rückkäufe sind Teil einer konstanten Kapitalrückführungspolitik. Seit mehreren Quartalen reduziert Shell die Aktienanzahl. Anleger sehen das als Vertrauensbeweis – trotz schwankender Ölpreise.
Nigeria: Pipeline-Ausbau als Wachstumsmotor
Parallel dazu treibt Shell den Ausbau der Gasinfrastruktur in Afrika voran. Vertreter der Tochter Shell Nigeria Gas (SNG) präsentierten auf dem ALDG Business Forum in Abuja strategische Pläne: Der Ausbau des Pipeline-Netzes soll die Gasnutzung erhöhen.
Entscheidend für die Investitionen sei die regulatorische Klarheit, die der Petroleum Industry Act geschaffen habe – insbesondere bei den Lieferverpflichtungen für den heimischen Markt. SNG ist seit über 20 Jahren in Nigeria aktiv. Allein in der ersten Jahreshälfte 2026 hat das Unternehmen mehrere Industriekunden in Ogun State neu angeschlossen.
Namibia-Fund als Zukunftsoption
Die Aktie notiert am Mittwoch bei 37,19 Euro. Das sind 0,76 Prozent mehr als am Vortag. Gemessen am 50-Tage-Durchschnitt von 37,72 Euro bleibt der Kurs leicht darunter – aber rund 15,6 Prozent über dem Jahresstart.
Analysten sehen Shells Stärke im diversifizierten Portfolio. Neben dem Ausbau in Afrika gibt es neue Hoffnung auf dem afrikanischen Kontinent: Im Orange Basin vor Namibia förderte die Bohrung Merlin-1X vielversprechende Ergebnisse. Ein Ölfund in dieser Region könnte langfristig neue Einnahmequellen erschließen. Derweil bleibt der Konzern bestrebt, das Portfolio zu optimieren – durch Verkäufe schwacher Beteiligungen und Zukäufe in vielversprechenden Regionen.
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