Die ServiceNow-Aktie hat es nach dem starken Abverkauf geschafft, sich leicht zu erholen und befindet sich aktuell an einer Unterstützung. Die News rund um KI und die weiteren Entwicklungen sprechen grundsätzlich für eine positive Richtung.
KI und öffentlicher Sektor im Fokus
Im Mittelpunkt stehen aktuell zwei neue Produkte, Autonomous Workforce und EmployeeWorks. Beide Lösungen wurden Ende Februar beziehungsweise Anfang März vorgestellt und prägen seitdem den Newsflow. Autonomous Workforce ist dabei als Framework konzipiert, das spezialisierte KI-Agenten bündelt und beispielsweise im IT-Service-Desk eigenständig den Großteil der Anfragen bearbeiten kann. Laut Unternehmensangaben lassen sich damit bis zu 90 % aller Tickets automatisiert lösen, gleichzeitig sollen Fälle deutlich schneller abgeschlossen werden als durch menschliche Mitarbeiter.
Parallel dazu treibt ServiceNow die Ausweitung dieser Lösungen in regulierte Bereiche voran. Insbesondere im öffentlichen Sektor werden Autonomous Workforce und EmployeeWorks gezielt für Behörden und sicherheitskritische Anwendungen positioniert. Dabei kommen spezielle Cloud-Umgebungen zum Einsatz, die den entsprechenden Sicherheitsstandards entsprechen. Ziel ist es, veraltete IT-Strukturen zu modernisieren und gleichzeitig Personalengpässe durch Automatisierung auszugleichen. Auch im Telekommunikationsbereich werden die KI-Funktionen zunehmend eingesetzt, etwa zur automatisierten Bearbeitung von Netzstörungen oder Serviceanfragen.
Ein weiterer Baustein der Strategie ist das Update für AI Gateway, das Mitte März vorgestellt wurde. Die Plattform fungiert als zentrale Steuerungsebene für KI-Agenten und regelt, welche Daten und Systeme diese nutzen dürfen. Mit dem neuen Release wurden vor allem Governance- und Sicherheitsfunktionen erweitert, darunter ein strukturierter Freigabeprozess für Datenzugriffe, zusätzliche Kontrollmechanismen sowie verbesserte Monitoring-Funktionen. Gerade für Unternehmen, die mehrere KI-Systeme parallel einsetzen, wird dieser Bereich zunehmend relevant.
ServiceNow-Aktie im Chart-Check
Nach dem starken Abverkauf in diesem Jahr konnte sich die Aktie rund um die 100 US-Dollar stabilisieren, wodurch sich eine Unterstützungszone zwischen 98,3 und 102 US-Dollar gebildet hat. Darüber liegt eine weitere Unterstützungszone zwischen 105,5 und 108 US-Dollar. Nach dem starken Anstieg und dem Erreichen des Widerstands bei 127 bis 128 US-Dollar kam es erneut zu einer Abwärtsbewegung, die die Aktie wieder in die Unterstützungszone zwischen 105,5 und 108 US-Dollar geführt hat. Zusätzlich kann eine Abwärtstrendlinie von den Hochs am 12. Dezember eingezeichnet werden, um eine weitere Tendenz sowie einen möglichen Trigger im Markt zu erhalten. Hier die ServiceNow-Aktie im Tageschart.
Den Link zu Tradingview und dem Chart findest du hier: https://www.tradingview.com/x/guD1tYTZ/
Ich würde an der aktuellen Schwelle nicht sofort eine Position eröffnen, sondern zunächst abwarten. Ein Trigger für eine Long-Position wäre, wenn die Aktie die Abwärtstrendlinie überschreitet und anschließend nicht wieder darunter fällt. Auch ein erneutes Anlaufen der Unterstützungszonen könnte eine Chance darstellen.
Short-Chancen würde ich aktuell nicht suchen, da der Markt für mich bereits zu weit nach unten gelaufen ist, selbst wenn sich Signale wie eine Abweisung an der Trendlinie ergeben sollten.
Ihr Konrad
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