Der Aktie von ServiceNow ist es zuletzt gelungen, sich zu stabilisieren und nun an eine Widerstandszoneheranzulaufen. Die aktuellen Zahlen haben diese positive Entwicklung zusätzlich unterstützt. Damit besteht die Möglichkeit, dass sich die Bewegung nach oben fortsetzt.
Zahlen und Ausblick sprechen eine klare Sprache
Im vierten Quartal 2025 steigerte ServiceNow den Subscription-Umsatz auf 3,466 Mrd. US-Dollar, ein Plus von 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr beziehungsweise 19,5 Prozent währungsbereinigt. Damit übertraf das Unternehmen erneut die Markterwartungen. Der Gesamtumsatz legte um gut 20 Prozent auf 3,568 Mrd. US-Dollar zu. Besonders relevant für die Visibilität des Geschäftsmodells bleibt der Blick auf die künftigen Erlöse. Die Current Remaining Performance Obligations (CRPO) stiegen auf 12,85 Mrd. US-Dollar, was einem Zuwachs von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Der Ausblick für 2026 fiel entsprechend selbstbewusst aus. ServiceNow erwartet einen Subscription-Umsatz zwischen 15,53 und 15,57 Mrd. US-Dollar, was einem Wachstum von gut 21 Prozent entspricht. Bereits für das erste Quartal stellt das Management ein Plus von rund 21,5 Prozent in Aussicht. Zusätzlich unterstreicht das Unternehmen mit einem neuen Aktienrückkaufprogramm über 5 Mrd. US-Dollar, inklusive eines beschleunigten Rückkaufs über 2 Mrd. US-Dollar, das Vertrauen in die eigene Cashflow-Stärke.
Strategisch stand ServiceNow in den vergangenen Wochen vor allem wegen seiner klaren KI-Positionierung im Fokus. Die erweiterte Integration der Claude-Modelle von Anthropic sowie der im Januar geschlossene Dreijahres-Deal mit OpenAI markieren einen wichtigen Schritt, um generative und agentische KI tiefer in die Plattform einzubetten. Für 2026 stellt das Management eine neue Phase sogenannter „Agentic AI“ in Aussicht, in der autonome Workflows, proaktive Störungsbehebung, selbstheilende Prozesse und die Orchestrierung mehrerer KI-Agenten eine zentrale Rolle spielen sollen.
Zusätzlichen Rückenwind liefert die Akquisition von Moveworks, die ServiceNow im vergangenen Jahr abgeschlossen hat. Das Unternehmen rechnet damit, dass Moveworks allein im Geschäftsjahr 2026 rund 100 Basispunkte zusätzliches Subscription-Wachstum beisteuern wird und insbesondere im Bereich KI-gestützter Enterprise-Assistenz neue Cross-Selling-Potenziale eröffnet.
ServiceNow-Aktie im Chart-Check
Nach dem starken Abverkauf kam zuletzt wieder Stärke in die Aktie von ServiceNow. Aktuell notiert der Kurs an einer Widerstandszone zwischen 105,6 und 108,2 US-Dollar. Gelingt dem Markt ein nachhaltiger Bruch über diesen Bereich, wäre das erstmals seit längerer Zeit ein klares Signal für zurückkehrende Kaufkraft und zunehmende Stärke. Der nächste wichtige Anhaltspunkt läge dann an der Abwärtstrendlinie. Entscheidend ist, dass der Markt dort keine erneute Abweisung erfährt. Sollte auch diese Hürde überwunden werden, rückt als nächstes größeres Ziel das offene Gap zwischen 121,8 und 129,5 US-Dollar in den Fokus. Ein Anlaufen dieses Bereichs würde zugleich das Überschreiten einer wichtigen Zone markieren. Kommt es hingegen erneut zu einer Abweisung, wäre eine Fortsetzung der aktuellen Schwächephase im Markt weiterhin denkbar. Hier die ServiceNow-Aktie im Tageschart.
Den Link zu Tradingview und dem Chart findest du hier: https://www.tradingview.com/x/ozbFoZBp/
An der aktuellen Schwelle könnte sich eine Chance ergeben. Ich würde derzeit nach einer möglichen Long-Chance Ausschau halten. Zwar positioniere ich mich damit gegen die bestehende Marktschwäche, dennoch halte ich einen Turnaround für denkbar. Entscheidend ist für mich, dass der Kurs die Abwärtstrendlinie durchbricht und sich nachhaltig über der aktuellen Zone etablieren kann.
Kommt es hingegen zu einer Abweisung an der Trendlinie oder bereits an der aktuellen Zone, könnte sich daraus auch eine Short-Chance ergeben. Voraussetzung dafür wäre, dass der Kurs die vorherige Schwäche wieder aufnimmt und sich nicht über der Zone oder der Trendlinie festsetzt.
Ihr Konrad
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