ServiceNow Aktie: Quartalsbericht am 21. Juli

ServiceNow startet KI-Produkte, doch steigende Kosten drücken die Marge. Analysten bleiben trotz Kursverlusten optimistisch.

Auf einen Blick:
  • Neue KI-Assistenten freigeschaltet
  • Aktienkurs fällt um 1,57 Prozent
  • Umsatz steigt, Gewinnmarge schrumpft
  • Analysten raten mehrheitlich zum Kauf

ServiceNow startet aktuell seine bisher größte Produkt-Offensive. Die neuen KI-Spezialisten sollen Unternehmensprozesse massiv beschleunigen. An der Börse herrscht dennoch Skepsis. Die Aktie fällt heute um 1,57 Prozent auf 81,50 Euro.

KI-Kollegen übernehmen

Im Juni 2026 hat der Softwarekonzern seine neuen KI-Spezialisten freigeschaltet. Diese digitalen Helfer arbeiten direkt mit menschlichen Kollegen zusammen. Sie lösen IT-Probleme selbstständig und bearbeiten massenhaft Mitarbeiteranfragen. Parallel dazu bereitet das Management den Start weiterer KI-Tools vor. Diese sollen im September 2026 folgen.

Erste interne Tests zeigen enorme Effizienzgewinne. Die KI löst IT-Tickets fast vollständig ohne menschliches Eingreifen. Bei Kunden bearbeitet das System neun von zehn Anfragen direkt. Das Potenzial ist gewaltig. Monatlich nutzen 23 Millionen Angestellte das Portal von ServiceNow. Sie erzeugen jährlich über 40 Millionen Service-Fälle.

Wachstum kostet Rendite

Trotz der technischen Fortschritte schwächelt der Aktienkurs. Auf Monatssicht verlor das Papier gut fünf Prozent an Wert. Die Ursache liegt in den steigenden Kosten. Zukäufe wie die Armis-Übernahme und hohe Ausgaben für die KI-Entwicklung belasten die Profitabilität.

Zum Jahresauftakt kletterte der Umsatz deutlich um 22 Prozent. Der Nettogewinn stagnierte nahezu bei 469 Millionen US-Dollar. Die Folge: Die Gewinnmarge schrumpfte spürbar.

Wall Street bleibt optimistisch

Analysten lassen sich von der aktuellen Kursschwäche nicht beirren. Die große Mehrheit der Experten rät weiterhin zum Kauf der Aktie. Niemand empfiehlt den Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 141 US-Dollar. Kürzlich hob auch die Investmentbank Benchmark ihr Ziel auf 130 US-Dollar an.

Am 21. Juli 2026 legt ServiceNow die nächsten Quartalszahlen vor. Der Markt erwartet einen Umsatz von knapp vier Milliarden US-Dollar. Dieser Bericht liefert den ersten echten Härtetest für die KI-Strategie. Die Zahlen müssen belegen, dass die neuen Produkte bereits konkrete Vertragsabschlüsse generieren.

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