ServiceNow-Aktie: Noch deutlich unterbewertet?

ServiceNow präsentiert neue KI-Lösungen für Regierungen und übernimmt den Sicherheitsspezialisten Armis für 7,75 Milliarden Dollar. Analysten sehen die Aktie deutlich unterbewertet.

Auf einen Blick:
  • Neue KI-Produkte für den öffentlichen Sektor vorgestellt
  • Milliarden-Übernahme von Cybersicherheitsfirma Armis
  • Aktie notiert über 40 Prozent unter Jahreshoch
  • Analysten sehen großes Aufwärtspotenzial

Nach einem enttäuschenden Jahresauftakt sendet ServiceNow ein deutliches Lebenszeichen. Mit der Vorstellung neuer KI-Produkte für den öffentlichen Sektor und einer Milliarden-Übernahme im Sicherheitsbereich will der Software-Konzern das Vertrauen der Anleger zurückgewinnen. Gelingt damit die nachhaltige Bodenbildung nach dem jüngsten Abwärtstrend?

Strategische Expansion treibt Kurs an

Die Aktie reagierte am Donnerstag mit einem Plus von 5,2 Prozent auf eine Produktoffensive beim jährlichen „Government Forum“. Im Zentrum standen die neuen Lösungen „EmployeeWorks“ und „Autonomous Workforce“. Diese Anwendungen nutzen konversationelle KI, um Arbeitsprozesse in hochsicheren Regierungsumgebungen zu automatisieren. Technologisch basieren die Neuerungen teilweise auf der Integration der kürzlich erworbenen Moveworks-Technologie, was eine zügige Einbindung der Zukäufe in das Produktportfolio demonstriert.

Flankiert wird die Produktvorstellung durch strategische Partnerschaften. So wurde der globale IT-Dienstleister FPT zum „Premier Partner“ hochgestuft, um die KI-Transformation bei Unternehmenskunden zu beschleunigen. Auch das Analystenhaus Forrester bestätigte die „aggressive KI-Strategie“ und stufte ServiceNow als führend bei Lösungen für den öffentlichen Sektor ein.

Milliarden-Deal für mehr Sicherheit

Über das reine Workflow-Management hinaus wagt ServiceNow einen massiven Vorstoß in den Markt für Cybersicherheit. Für 7,75 Milliarden US-Dollar in bar übernimmt das Unternehmen den Spezialisten Armis. Dieser Zukauf zielt auf die Sicherheit operativer Technologie (OT) ab – also die Absicherung physischer Industrieanlagen und vernetzter Geräte, etwa im Gesundheitswesen oder der Fertigung.

Durch die Verknüpfung der Armis-Technologie mit der eigenen Plattform will ServiceNow eine umfassende Überwachung („Control Tower“) bieten, die Identitätsmanagement und Risikoerkennung in Echtzeit zusammenführt. Dies adressiert die steigende Nachfrage nach Sicherheit in zunehmend KI-gesteuerten Umgebungen.

ServiceNow, Inc. Aktie Chart

Bewertungslücke und Analystenmeinung

Trotz der jüngsten Erholung steht die Aktie im laufenden Jahr noch immer mit rund 18 Prozent im Minus und notiert über 40 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch vom Juli 2025. Operativ zeigten die Zahlen zum vierten Quartal 2025 jedoch Stärke: Die Subskriptionserlöse stiegen um 21 Prozent, und die verbleibenden Leistungsverpflichtungen (cRPO) wuchsen sogar um 25 Prozent auf 12,85 Milliarden US-Dollar.

Diese Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Performance spiegelt sich in den Einschätzungen der Wall Street wider. Bei einem aktuellen Kurs von gut 120 US-Dollar liegt das durchschnittliche Kursziel der Analysten bei rund 190 US-Dollar. Von 41 Experten raten 40 zum Kauf der Aktie. Ein genehmigtes Aktienrückkaufprogramm über fünf Milliarden US-Dollar stützt diese Zuversicht zusätzlich.

Für Anleger liegt der Fokus nun auf der Umsetzung der langfristigen Wachstumsziele. ServiceNow plant, bis 2028 einen Umsatz von 20,3 Milliarden US-Dollar zu erreichen, was ein jährliches Wachstum von knapp 19 Prozent erfordert. Die erfolgreiche Integration von Armis und die schnelle Marktdurchdringung der neuen Regierungs-KI sind die entscheidenden Variablen, um die aktuelle Unterbewertung abzubauen.

ServiceNow-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue ServiceNow-Analyse vom 06. März liefert die Antwort:

Die neusten ServiceNow-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für ServiceNow-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 06. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

ServiceNow: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)