ServiceNow-Aktie: Die kommende Woche gerät zum Stresstest!

Vor dem Quartalsbericht senken fünf Analysten ihre Kursziele für ServiceNow. Der Fokus liegt auf den KI-Umsätzen und der Bestätigung der Jahresprognose.

Auf einen Blick:
  • Fünf Analysten reduzieren ihre Kursziele
  • Quartalszahlen mit Fokus auf KI-Wachstum erwartet
  • Aktienkurs deutlich unter 200-Tage-Durchschnitt
  • Analyst Day zur KI-Strategie im Mai

Fünf Analysten senken ihre Kursziele. Der Kurs liegt 46 Prozent unter dem Jahresstart. Und am Mittwoch folgen die Quartalszahlen. Für ServiceNow verdichten sich die Ereignisse dieser Woche zu einem echten Stresstest.

Kursziele fallen, Überzeugung bleibt

Die Woche vor dem Quartalsbericht brachte eine Welle an Kurszielsenkungen. Capital One Financial kappte sein Ziel von 158 auf 113 US-Dollar, behält aber die Einstufung „Overweight“. Robert W. Baird senkte von 175 auf 125 Dollar bei weiterhin „Outperform“. Die Royal Bank of Canada folgte mit einer Reduktion auf 121 Dollar.

Deutsche Bank und Citigroup zeigen ein ähnliches Bild. Deutsche Bank senkte auf 135 Dollar und beschrieb ServiceNow als Unternehmen, das „kontrolliert, was es kontrollieren kann“. Citigroup hält an „Buy“ fest, strich das Ziel aber von 237 auf 177 Dollar.

Das Muster ist eindeutig: Die Analysten werden vorsichtiger bei den Zahlen, nicht beim Urteil. Der Konsens unter 44 Analysten lautet weiterhin „Moderate Buy“, mit einem mittleren Kursziel von 173 Dollar.

ServiceNow Aktie Chart

Was am Mittwoch zählt

ServiceNow veröffentlicht die Ergebnisse für das erste Quartal 2026 am 22. April nach US-Börsenschluss. Der Markt erwartet einen Gewinn von 0,95 Dollar je Aktie — ein Plus von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Der Umsatz soll auf 3,75 Milliarden Dollar steigen, rund 21 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Zwei Faktoren belasten die Erwartungen. Ein partieller Regierungsstillstand in den USA hat neue Verträge im öffentlichen Sektor verzögert. Hinzu kommen schwierige Vergleichswerte aus dem Vorjahr. Beide Faktoren drücken auf die verbleibenden Leistungsverpflichtungen — ein Schlüsselindikator für künftiges Wachstum.

Auf der anderen Seite berichten Branchenquellen von beschleunigtem Wachstum im KI-Geschäft. Die Now-Assist-Suite hat bereits einen jährlichen Vertragswert von über 600 Millionen Dollar erreicht. Das Ziel: eine Milliarde Dollar bis Ende 2026. Ein Analyst prognostiziert, ServiceNow könnte das erste Enterprise-Software-Unternehmen werden, das mehr als zehn Prozent seines Umsatzes aus KI-Produkten erzielt — möglicherweise schon im vierten Quartal.

Der Optionsmarkt preist aktuell eine Kursbewegung von rund elf Prozent in beide Richtungen ein. Kein Wunder — der Aktienkurs liegt bei 96 Dollar, während der 200-Tage-Durchschnitt bei 141 Dollar verläuft.

Analyst Day als zweite Bühne

Der Quartalsbericht ist nicht das letzte Wort dieser Sequenz. Am 4. Mai veranstaltet ServiceNow in Las Vegas seinen Financial Analyst Day. Das Management will dort die KI-Monetarisierungsstrategie detailliert vorstellen.

Das Jahresguidance steht bislang unverändert: Abonnementumsätze zwischen 15,53 und 15,57 Milliarden Dollar, eine operative Marge von rund 32 Prozent und eine Free-Cashflow-Marge von etwa 36 Prozent. Ob das Management diesen Ausblick am Mittwoch bestätigt oder anpasst, entscheidet die unmittelbare Marktreaktion. Der Analyst Day am 4. Mai gibt dann den längerfristigen Ton vor.

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