Es hätte ein schöner Abend werden können. ServiceNow lieferte im ersten Quartal 2026 eigentlich alles, was Anleger sich wünschen: Umsatz über den Erwartungen, Prognoseanhebung, starkes Wachstum bei den verbleibenden Leistungsverpflichtungen. Und dann rauschte die Aktie im nachbörslichen Handel trotzdem um rund 13 Prozent nach unten.
Der Haken steckt in der Marge
Der Umsatz kletterte im Quartal um 22 Prozent auf 3,77 Milliarden Dollar, die Schätzungen lagen bei 3,75 Milliarden. Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen stiegen um 25 Prozent auf 27,7 Milliarden Dollar. Für das zweite Quartal erwartet ServiceNow Abo-Umsätze zwischen 3,815 und 3,82 Milliarden Dollar, auch das liegt deutlich über dem Konsens von 3,75 Milliarden.
Nur bei der Bruttomarge hakte es. Für das Gesamtjahr rechnet ServiceNow mit einer bereinigten Abo-Bruttomarge von 81,5 Prozent, der Markt hatte 82,1 Prozent erwartet. Klingt nach einer kleinen Abweichung. Am Markt reichte sie für einen heftigen Abschlag.
Schuld sind die Zukäufe
ServiceNow erklärt die schwächere Marge mit den jüngsten Akquisitionen, darunter der frühzeitige Abschluss der Armis-Übernahme. Bis 2027 soll sich das normalisieren, so das Unternehmen. CFO Gina Mastantuono sagte, die Armis-Übernahme weite den adressierbaren Markt aus und beschleunige das Wachstum beim Abo-Umsatz. CEO Bill McDermott sprach davon, dass das KI-Wachstum die eigenen Erwartungen weit übertreffe.
Dazu kommt ein Gegenwind aus dem Nahen Osten: Im ersten Quartal bremsten verzögerte Abschlüsse bei mehreren größeren On-Premise-Deals in der Region das Abo-Umsatzwachstum um rund 75 Basispunkte.
ServiceNow Aktie Chart
Starke Zahlen, schwache Reaktion
ServiceNow kaufte im ersten Quartal außerdem 20,1 Millionen eigene Aktien zurück und verfügte zum Quartalsende noch über rund 4,2 Milliarden Dollar im Rückkaufprogramm. Auch das half nicht.
So ist das manchmal: Du lieferst starke Zahlen, hebst die Prognose an, und der Markt schaut trotzdem nur auf die eine Zeile, die nicht ganz stimmt. 0,6 Prozentpunkte Marge, 13 Prozent Kurseinbruch. Das eine Haar in der Suppe. Die Verhältnismäßigkeit war schon immer nicht die Stärke des nachbörslichen Handels.
ServiceNow-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue ServiceNow-Analyse vom 23. April liefert die Antwort:
Die neusten ServiceNow-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für ServiceNow-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
