Mittwoch, 22. April, nach Börsenschluss. Dann legt ServiceNow seine Zahlen für das erste Quartal 2026 vor, und die Erwartungen könnten kaum widersprüchlicher sein. Auf der einen Seite: Analysten haben ihre Schätzungen in den vergangenen drei Monaten massiv nach oben geschraubt, 28 Aufwärtsrevisionen beim Gewinn je Aktie, 29 beim Umsatz. Auf der anderen Seite: Der erwartete EPS-Wert liegt mit 0,97 Dollar satte 76 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Wachstum ja, Gewinn nein?
Der Umsatz soll auf 3,75 Milliarden Dollar klettern, ein Plus von 21,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das ist ordentlich, keine Frage. Doch der gleichzeitige Gewinneinbruch wirft Fragen auf, die ServiceNow beantworten muss. Wer wächst so schnell und verdient dabei so viel weniger? Die Armis-Akquisition, die das Unternehmen zuletzt abgeschlossen hat, dürfte einen Teil der Antwort liefern, aber eben nur einen Teil.
ServiceNow Aktie Chart
100 Prozent Trefferquote, aber diesmal?
Was für ServiceNow spricht: In den vergangenen zwei Jahren hat das Unternehmen die EPS-Schätzungen jedes einzelne Mal übertroffen. Jedes Mal. Beim Umsatz lag die Trefferquote bei 88 Prozent. Citi rechnet demnach mit einem leichten Überraschungseffekt im ersten Quartal und verweist auf erste Anzeichen anziehender Nachfrage.
Nur ist eine Trefferquote von 100 Prozent halt kein Naturgesetz. Und wer eine so makellose Serie in den Kurs einpreist, hat wenig Puffer, wenn ServiceNow diesmal nur genau das liefert, was erwartet wird.
Zu teuer für einen Kauf?
Einige Analysten sehen das kritisch. Die These lautet: Das Gewinnwachstum, das nötig wäre, um die aktuelle Bewertung zu rechtfertigen, ist schlicht zu hoch. Andere halten dagegen, das Wachstumstempo allein reiche aus, um keine negative Haltung einzunehmen. Einigkeit sieht anders aus.
Am Mittwochabend wissen alle mehr. Bis dahin bleibt die Frage, ob 100 Prozent Trefferquote Vertrauen schafft oder einfach nur eine sehr hohe Latte aufstellt.
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