ServiceNow hat seine Jahreshauptversammlung 2026 ohne Überraschungen abgeschlossen — und die Aktie legte in derselben Woche kräftig zu. Das Zusammentreffen von Governance-Routine und einem Wochengewinn von rund 7,4 Prozent zeichnet ein gemischtes Bild: solide Verwaltungsarbeit, aber kein neuer operativer Katalysator.
Aktionäre stimmen Kernagenda zu
Die Hauptversammlung vom 21. Mai deckte sechs Punkte ab. Alle Direktoren wurden wiedergewählt, die Vergütung der Führungskräfte für 2025 erhielt auf Beratungsbasis Zustimmung, PricewaterhouseCoopers wurde als Wirtschaftsprüfer für das laufende Geschäftsjahr bestätigt, und künftige Vergütungsabstimmungen sollen jährlich stattfinden.
Der relevanteste Punkt für Investoren war die Erweiterung des Aktienoptionsplans. Aktionäre genehmigten eine Aufstockung des verfügbaren Aktienreservoirs um 38 Millionen Anteile. Nach Beschluss des Vorstands stehen damit knapp 98,2 Millionen Aktien für Ausgabe und Zuteilung bereit. Die Abstimmung fiel deutlich aus: rund 736 Millionen Stimmen dafür, gut 30 Millionen dagegen.
Etwas knapper war das Ergebnis beim Vergütungsvotum. Rund 655 Millionen Stimmen sprachen sich für die Führungskräftevergütung aus, etwa 111 Millionen dagegen — ein Anteil, den Governance-Beobachter als spürbares Unbehagen werten dürften, auch wenn die Mehrheit klar blieb.
Aktionärsantrag scheitert
Der einzige Gegenantrag auf der Tagesordnung fand keine Mehrheit. Ein Vorschlag, Aktionären das Recht einzuräumen, per schriftlicher Zustimmung außerhalb von Hauptversammlungen zu handeln, wurde mit rund 486 Millionen Gegenstimmen bei etwa 281 Millionen Befürwortern abgelehnt. Das Ergebnis hält die Governance-Struktur des Unternehmens weitgehend unverändert.
Wochenrebound im Enterprise-Software-Sektor
Parallel zur Hauptversammlung erholte sich die Aktie deutlich. Vom Schlusskurs des 15. Mai bei 95,07 Dollar kletterte sie bis zum 22. Mai auf 102,13 Dollar — ein Wochenplus von rund 7,4 Prozent. Den größten Tagessprung lieferte der 18. Mai mit einem Plus von 8,78 Prozent, gefolgt von einem weiteren Anstieg von 2,45 Prozent am Freitag.
Hintergrund war eine sektorweite Erholung. Investoren bewerteten die Risiken durch künstliche Intelligenz für etablierte Softwareanbieter neu. Workday, ServiceNow und Salesforce zählten dabei zu den Gewinnern. Auf Monatssicht legte ServiceNow seit Anfang Mai rund 12 Prozent zu — auf Quartalssicht liegt die Aktie mit etwa 1,8 Prozent im Minus.
Technische Ausgangslage
Zum Wochenschluss notierte die Aktie oberhalb ihrer wichtigsten gleitenden Durchschnitte: Der 50-Tage-Durchschnitt lag bei 97,73 Dollar, der 200-Tage-Durchschnitt bei 93,66 Dollar. Der 14-Tage-RSI von rund 52,8 signalisiert neutrale Dynamik — die Erholung hat die Aktie noch nicht in überkaufte Zonen geführt.
Der Freitagshöchstkurs von 104,59 Dollar und der nächste Widerstandsbereich bei 104,77 Dollar markieren die entscheidende Hürde. Hält die Dynamik nach dem Wochenende an, wird sich zeigen, ob der Sektor die KI-Debatte nachhaltig hinter sich lassen kann — oder ob die Erholung vorerst an dieser Marke endet.
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