ServiceNow: Abverkauf sorgt für Nervosität!

Die ServiceNow-Aktie verliert trotz robuster operativer Zahlen und starkem KI-Wachstum weiter an Boden. Der Kurs nähert sich wichtigen charttechnischen Unterstützungszonen.

Auf einen Blick:
  • Kursverlust von fast 40 Prozent seit 2025
  • Starke operative Marge und KI-getriebene Umsätze
  • Nutzung von KI-Assists um das 55-Fache gestiegen
  • Chartanalyse zeigt kritische Unterstützungsniveaus

ServiceNow befindet sich aktuell in einem sehr starken Abverkauf und hat seit dem Hoch im Jahr 2025 bis zum jetzigen Stand knapp 40 Prozent an Kurswert verloren. Auch die Earnings konnten zuletzt keinen neuen Schwung bringen. Möglicherweise kommt es an den markanten Zonen mit weiteren News noch einmal zu neuen Impulsen

Operatives Geschäft profitiert von KI

Am 28. Januar 2026 legt der Konzern nach US-Börsenschluss die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor und dieser Termin ist mehr als ein routinemäßiger Earnings-Call. Der Marktkonsens rechnet für das vierte Quartal mit einem Umsatz von rund 3,53 Mrd. US-Dollar, was einem Wachstum von knapp 19 % gegenüber dem Vorjahr entspräche. Beim bereinigten Gewinn je Aktie werden 0,44 bis 0,45 US-Dollar erwartet, ebenfalls mit einem Zuwachs von gut 20 %. Auf Jahressicht soll das EPS 2025 bei etwa 1,96 US-Dollar liegen, ein Plus von rund 36 % gegenüber dem Vorjahr, bevor sich das Wachstum 2026 wieder auf etwas über 20 % normalisiert. ServiceNow ist damit in einer reiferen Wachstumsphase angekommen, die Erwartungen sind angepasst, aber weiterhin anspruchsvoll.

Operativ kommt der Rückenwind vor allem aus dem KI-Geschäft. Die Subscription-Umsätze wuchsen im zuletzt berichteten Quartal um mehr als 20 % in konstanten Währungen und lagen damit sogar über der eigenen Guidance. Gleichzeitig überraschte die Profitabilität positiv. Eine operative Marge von 33,5 % lag mehrere Prozentpunkte über den Markterwartungen. Besonders im Fokus steht dabei die KI-Plattform rund um Now Assist, die sich zunehmend von einer Vision zu einer messbaren Umsatzquelle entwickelt.

Entscheidend für die Glaubwürdigkeit dieser Ambition ist die tatsächliche Nutzung und genau hier liefert ServiceNow derzeit starke Argumente. Seit Mai hat sich die Nutzung der AI-Assists um das 55-Fache erhöht, Kunden erzeugen bereits Milliarden KI-gestützter Interaktionen auf der Plattform und rund 1.700 Unternehmen arbeiten produktiv mit Now Assist. Konkrete Referenzen untermauern den Nutzen. Lenovo beschleunigt die Bearbeitung von Supportfällen um 35 % und erreicht laut eigenen Angaben eine Kundenzufriedenheit von 100 %.

ServiceNow-Aktie im Chart-Check

Die Aktie ist seit Mitte 2025 durch alle wichtigen Marken gefallen. An einzelnen Levels kam es zwar zu Reaktionen, diese wurden jedoch jeweils schnell wieder abverkauft. Aktuell befindet sich der Markt an den Tiefs aus Ende Mai 2024. Diese Tiefs stellen zwar eine Unterstützungszone dar, doch angesichts des aktuellen Abwärtsdrucks besteht die Gefahr, dass sie einfach nach unten durchlaufen wird. Der Prozess beschleunigt sich dabei häufig selbst. Je mehr verkauft wird, desto schneller fällt der Kurs, was wiederum neue Verkäufer auf den Plan ruft, vergleichbar mit einer Lawine. Sollte der Markt auch unter diese Bereiche fallen, lägen die nächsten Unterstützungszonen bei rund 120 US-Dollar sowie bei den Tiefs aus November 2023 bei etwa 102 US-Dollar. Hier die ServiceNow-Aktie im Tageschart.Service Now

Den Link zu Tradingview und dem Chart findest du hier: https://www.tradingview.com/x/DHVyM038/

Bei der Aktie würde ich mich aktuell zurückhalten und den weiteren Verlauf zunächst beobachten. Aktuell gehe ich davon aus, dass der Markt die Zone aus dem Jahr 2023 anlaufen wird. Sollte sich jedoch an der aktuellen Zone Kaufkraft entwickeln, könnte sich eine Chance ergeben. Das ist allerdings sehr riskant, da man sich damit gegen einen ausgeprägten Abwärtstrend und starken Verkaufsdruck stellt. Dieser Druck kann jederzeit wieder einsetzen.

Eine Verkaufschance sehe ich im aktuellen Marktumfeld ebenfalls nicht, da das Chance-Risiko-Verhältnis für diese Idee nicht attraktiv ist. Entsprechend würde ich abwarten und beobachten, ob sich die Aktie perspektivisch zu einem möglichen Turnaround-Kandidaten entwickeln kann.

Ihr Konrad

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