SentinelOne-Aktie: Enttäuschung vorprogrammiert!

Der Cybersecurity-Anbieter übertrifft Quartalserwartungen, doch eine schwache Gewinnprognose und anhaltende Verluste enttäuschen die Anleger. Der harte Wettbewerb bleibt die größte Herausforderung.

Auf einen Blick:
  • Gewinnprognose für das laufende Quartal liegt unter den Erwartungen der Wall Street
  • Quartalsverlust von 110,2 Millionen Dollar im vierten Geschäftsquartal
  • Umsatz von 271,2 Millionen Dollar übertrifft dennoch die Prognosen
  • Jahresumsatz erstmals über 1 Milliarde Dollar bei 22 Prozent Wachstum

Die Zahlen von SentinelOne lesen sich auf den ersten Blick gar nicht so übel. Der Cybersecurity-Anbieter hat im vierten Geschäftsquartal einen Umsatz von 271,2 Millionen Dollar erzielt und damit die Erwartungen der Analysten sogar leicht übertroffen. Auch beim bereinigten Gewinn je Aktie von 7 Cent lag man über den prognostizierten 6 Cent. Doch dann kommt der Dämpfer.

Denn die Prognose für das laufende Quartal fällt enttäuschend aus. SentinelOne rechnet mit einem Gewinn je Aktie von nur 1 bis 2 Cent. Das liegt deutlich unter dem, was sich Investoren erhofft hatten. Der Grund ist schnell ausgemacht: Der Wettbewerb im Cybersecurity-Markt wird immer härter. Größere Konkurrenten machen dem Unternehmen das Leben schwer.

SentinelOne Aktie Chart

Verluste trotz Umsatzwachstum

Besonders bitter ist der Blick auf den Quartalsverlust von 110,2 Millionen Dollar. Aufs Gesamtjahr gerechnet steht sogar ein Minus von 450,7 Millionen Dollar in den Büchern. Zwar konnte SentinelOne erstmals die Marke von 1 Milliarde Dollar Jahresumsatz knacken und verzeichnete ein Wachstum von 22 Prozent. Doch die Profitabilität bleibt das große Problem.

Für das Gesamtjahr 2027 stellt das Management einen Umsatz zwischen 1,195 und 1,205 Milliarden Dollar in Aussicht. Das entspricht einem Wachstum von rund 20 Prozent. Beim Gewinn je Aktie werden 32 bis 38 Cent erwartet. Ob das ausreicht, um die Anleger zu überzeugen, bleibt fraglich. Der intensive Wettbewerb dürfte auch in den kommenden Quartalen für Gegenwind sorgen und die Margen unter Druck halten.

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