Die Nachricht klingt zunächst positiv für Senior plc. Blackstone und Tinicum haben am 20. Februar 2026 ein vorläufiges, unverbindliches Übernahmeangebot für das britische Unternehmen abgegeben. Eine Barzahlung ist vorgesehen. Lazard, Jefferies und Numis Securities beraten Senior bei dem Deal.
Doch hinter den Kulissen brodelt es bei Blackstone gewaltig. Der Flaggschiff-Kreditfonds BCRED musste im ersten Quartal einen massiven Ansturm von Anlegern verkraften, die ihr Geld abziehen wollten. Insgesamt forderten Investoren 3,7 Mrd. Dollar zurück, bei nur 2 Mrd. Dollar Neuinvestitionen. Macht unterm Strich 1,7 Mrd. Dollar Nettoabflüsse aus einem 82 Mrd. Dollar schweren Fonds.
Die Rücknahmewünsche erreichten 7,9 % des Fondsvolumens. Blackstone musste deshalb die übliche Obergrenze von 5 % auf 7 % anheben. Damit nicht genug: Die Firma und ihre Mitarbeiter pumpten zusätzlich 400 Mio. Dollar in den eigenen Fonds, um alle Rückgabewünsche bedienen zu können.
Private Credit unter Beschuss
Die gesamte 2 Billionen Dollar schwere Private-Credit-Branche steht unter Druck. Fragen zur Bewertung und Transparenz häufen sich. Blue Owl Capital kämpft mit ähnlichen Problemen. Die Investmentbank RA Stanger prognostiziert für 2026 einen Rückgang der Kapitalzuflüsse bei Business Development Companies um rund 40 % im Jahresvergleich.
Der Kollaps des britischen Hypothekengebers Market Financial Solutions am vergangenen Freitag hat die Nervosität zusätzlich befeuert. Analysten warnen vor weiteren versteckten Problemen im boomenden Private-Credit-Sektor.
Blackstone betont zwar, die erhöhten Rücknahmen seien der Fondsstruktur geschuldet und nicht Liquiditätsproblemen. Die Zahlen sprechen jedoch eine deutliche Sprache. Anleger werden genau beobachten, wie sich die Lage bei BCRED und der geplante Senior-Deal entwickeln.
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