Während Prologis um die Kontrolle bei Segro kämpft, positionieren sich große Vermögensverwalter längst neu. Cohen & Steers und Invesco haben in den vergangenen Tagen Segro-Aktien im Millionenwert zugekauft — Pflichtmeldungen, die tiefen Einblick in das Verhalten institutioneller Anleger während der laufenden Übernahmeofferte geben.
Käufe zu Kursen um 8,60 bis 8,75 Pfund
Cohen & Steers erwarb rund 1,84 Millionen Segro-Aktien zu Kursen zwischen 8,59 und 8,60 Pfund je Anteil und hält damit knapp 0,93 Prozent des Kapitals. Invesco kaufte zusätzlich 242.253 Aktien zu 8,75 Pfund, verkaufte im gleichen Zug aber auch einen kleinen Posten von 3.469 Stück — unter dem Strich bleibt der Vermögensverwalter mit rund 3 Millionen Aktien bei einer Beteiligung von 0,22 Prozent engagiert.
Solche Offenlegungen sind unter dem britischen Takeover Code Pflicht, sobald ein Investor mehr als ein Prozent der Anteile an einem Übernahmeziel hält und während einer laufenden Offer-Periode handelt. Beide Formulare nennen ausdrücklich auch Prologis als zweite Partei — ein klarer Hinweis darauf, dass der US-Logistikimmobilienkonzern weiterhin als Bieter im Spiel ist.
Parallel dazu hat Segro eine Kapitalveränderung bekanntgegeben: Im Rahmen des Sharesave-Mitarbeiterprogramms wurden 145.509 neue Aktien ausgegeben. Die Gesamtzahl der ausstehenden Segro-Anteile liegt damit nun bei 1.354.073.367 Stück. Auch diese Meldung erfolgte gemäß den Offenlegungspflichten des Takeover Codes, die während einer Übernahmeofferte greifen.
Die Kauftransaktionen mehrerer Großinvestoren binnen weniger Tage deuten darauf hin, dass institutionelle Anleger ihre Positionen in Segro aktiv nachjustieren, während der Ausgang der Prologis-Offerte weiter offen ist. Weitere Form-8.3-Meldungen dürften folgen, solange die Offer-Periode andauert — sie bleiben der verlässlichste Gradmesser dafür, wie sich das institutionelle Lager in diesem Übernahmeprozess positioniert.
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