Seagate Technology Aktie: Zweifel an Toshibas Plänen

Symbolbild, KI-generiert

Analysten bezweifeln, dass Toshibas geplante Kapazitätserweiterung ohne ausgebaute Zulieferung den globalen Festplattenmarkt stark verändert.

Auf einen Blick:
  • Seagate verliert rund 13 Prozent
  • Toshiba plant 60 Milliarden Yen Investitionen
  • Kapazitätsverdopplung bis Geschäftsjahr 2027 vorgesehen
  • Optionshandel zeigt verstärkte Put-Nachfrage

Ein Bericht über Toshibas Ausbaupläne hat die Festplattenwerte am Freitag kräftig belastet. Seagate verlor im Handelsverlauf rund 13 Prozent und fiel auf etwa 827 Dollar. Western Digital gab ähnlich deutlich nach. Mehrere Analysten halten die Reaktion allerdings für übertrieben.

Toshiba will Kapazität verdoppeln

Toshiba plant Investitionen von rund 60 Milliarden Yen, um die Produktionskapazität für Festplatten bis zum Geschäftsjahr 2027 zu verdoppeln. Das Unternehmen kommt nach Kapazität auf gut zehn Prozent Marktanteil und peilt 30 Prozent an. Hintergrund ist die hohe Nachfrage nach Speicher aus KI-Rechenzentren.

Für Seagate kam die Nachricht zur Unzeit. Die Aktie hatte seit Jahresbeginn etwa 240 Prozent zugelegt, entsprechend groß war die Neigung zu Gewinnmitnahmen. Zuvor hatten bereits Insiderverkäufe, eine Abstufung durch Fox Advisors und Sorgen vor Kaufpausen großer Cloud-Kunden die Stimmung belastet.

Analysten sehen wenig Substanz

Citi-Analystin Asiya Merchant verweist auf Toshibas Abhängigkeit von externen Zulieferern für Medien und Leseköpfe. Auch diese müssten ihre Kapazitäten deutlich hochfahren. Das begrenze, wie viel zusätzliche Ware tatsächlich auf den Markt komme.

LYNX Equity Strategies geht weiter. Die Investition diene wohl eher dazu, einen Engpass im japanischen Heimatmarkt zu beheben, als Seagate und Western Digital global Anteile abzujagen. Japanische Konzerne sicherten historisch lieber die heimische Versorgung, als aggressiv zu expandieren. LYNX rechnet damit, dass nach dem Ausverkauf Käufer in die Festplattenwerte zurückkehren.

Optionsmarkt setzt auf Absicherung

Im Optionshandel überwogen die Puts. Gehandelt wurden gut 23.000 Put- gegen knapp 19.500 Call-Kontrakte. Auffällig: Put-Strikes bei 580 und 560 Dollar für November wechselten in Größenordnungen den Besitzer, die das bisherige Interesse weit übertrafen. Das spricht für neue Positionen, die rund 30 Prozent unter dem Kurs liegen und als Crash-Schutz oder Wette auf weitere Verluste dienen dürften.

Die implizite Volatilität blieb mit knapp 67 Prozent nahezu unverändert. Der Skew sank sogar. Absicherung verteuerte sich im Vergleich zu Calls also nicht. Marktteilnehmer nutzen offenbar weit entfernte Strikes als günstigen Hebel statt teurer Nähe-zum-Kurs-Absicherung.

Ein Gegengewicht bleibt: Auf Sechsmonatssicht steht bei Seagate weiterhin ein Plus von etwa 92 Prozent. Ob Toshibas Ausbau das Angebot spürbar erhöht, hängt an den Zulieferern. Solange diese ihre Kapazitäten nicht erweitern, dürfte der Effekt auf den Markt begrenzt bleiben.

Seagate Technology-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Seagate Technology-Analyse vom 02. Oktober liefert die Antwort:

Die neusten Seagate Technology-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Seagate Technology-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 02. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Seagate Technology: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Hinweis: Teile dieses Artikels wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)