Seagate Technology Aktie: Dogra hebt Kursziel an

Symbolbild, KI-generiert

Rosenblatt sieht weiteres Kurspotenzial, während Toshiba Kapazitätszuwachs plant und Berichte zu TDKs Magnetkopfgeschäft unbestätigt bleiben.

Auf einen Blick:
  • Rosenblatt setzt Kursziel auf 1.400 Dollar
  • Kaufempfehlung für Seagate bleibt bestehen
  • Toshiba plant Kapazitätsverdopplung bis Geschäftsjahr 2027
  • TDK-Geschäft: keine Entscheidungen getroffen

Sajal Dogra von Rosenblatt Securities hat am Montag sein Kursziel für Seagate Technology angehoben und die Kaufempfehlung bestätigt. Damit setzt er trotz der Diskussion über zusätzliche Festplattenkapazitäten auf die Aktie. Für Anleger ist entscheidend, ob die Nachfrage den geplanten Ausbau des Angebots auffangen kann. Eine weitere Unsicherheit bilden die unbestätigten Berichte über das Geschäft mit HDD-Magnetköpfen von TDK.

Höheres Kursziel, unterschiedliche Währungen

Dogra erhöhte das Kursziel von 1.300 $ auf 1.400 $. Seine Empfehlung lautet weiterhin Kaufen. Die Anhebung steht damit im Gegensatz zu den Sorgen, die Toshibas gemeldete Ausbaupläne über die künftige Versorgung und Preisentwicklung ausgelöst haben.

Eine ähnliche Einschätzung zur Angebotslage äußerte Citi am 3. Oktober. Das Haus empfahl den Kauf von Seagate und Western Digital nach dem Bericht über Toshibas Kapazitätspläne. Als Begründung führte Citi an, dass die Nachfrage nach Festplatten weiterhin deutlich über den Auslieferungen liege.

Diese Einschätzung betrifft den Kern der Anlegerdebatte: Zusätzliche Produktionskapazität bedeutet nicht automatisch ein Überangebot. Entscheidend ist das Verhältnis zur Nachfrage. Die Analystenaussage spricht gegen eine vorschnelle Gleichsetzung von Kapazitätsausbau und Preisdruck. Sie ist allerdings eine Einschätzung und keine Zusage für die weitere Preisentwicklung.

Seagate schloss gestern bei 700,00 €. Der Kurs in Euro lässt sich nicht unmittelbar mit Dogras in $ angegebenem Kursziel vergleichen. Aus beiden Angaben ergibt sich daher ohne Währungsumrechnung kein belastbarer prozentualer Zielabstand.

Toshiba plant einen deutlichen Ausbau

Medienberichten vom 2. Oktober zufolge plant Toshiba Investitionen von etwa ¥60 Milliarden. Damit soll die HDD-Kapazität für KI-Rechenzentren bis zum Geschäftsjahr 2027 gegenüber dem Niveau von 2025 verdoppelt werden.

Die Meldung löste Sorgen über das künftige Angebot und die Preise aus. Für Seagate-Anleger treffen damit zwei unterschiedliche Perspektiven aufeinander: Toshiba plant zusätzliche Kapazität, während Citi die Nachfrage weiterhin oberhalb der Auslieferungen einordnet. Der geplante Ausbau ist nicht mit bereits verfügbarer Produktion gleichzusetzen.

TDK-Gerücht bleibt ohne Entscheidung

Auch die bereits diskutierten Berichte über einen Bieterwettstreit liefern keine gesicherte Grundlage für eine Neubewertung. Bloomberg zufolge soll Seagate für TDKs HDD-Magnetkopfgeschäft mehr geboten haben als Toshiba. Der mögliche milliardenschwere Deal blieb unbestätigt.

TDK erklärte am Dienstag, die Medienberichte beruhten nicht auf einer Unternehmensankündigung. Es seien keine Entscheidungen getroffen worden. Toshiba widersprach zudem Bloombergs Darstellung und bestritt Gespräche zwischen den drei Unternehmen.

Damit liegt die belastbarere Orientierung für Anleger derzeit in den datierten Analystenaktionen und der Nachfrageeinschätzung. Das höhere Kursziel signalisiert Zuversicht; ein bestätigter Unternehmenskauf lässt sich daraus nicht ableiten.

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