Seagate Technology hat gestern eine umfassende Vorratsregistrierung (Shelf Registration) bei der US-Börsenaufsicht eingereicht, um sich den potenziellen Zugang zu bis zu 6,6 Milliarden US-Dollar an frischem Kapital zu sichern. Diese Maßnahme verschafft dem Unternehmen die notwendige finanzielle Flexibilität für künftige strategische Schritte und Investitionen. Ein Teil dieser Registrierung umfasst rund 14,85 Millionen Stammaktien, die speziell für einen Mitarbeiterbeteiligungsplan (ESOP) vorgesehen sind.
- Vorratsregistrierung: 6,6 Milliarden USD in Stammaktien
- Mitarbeiteraktien (ESOP): ca. 14,85 Millionen Stück
- Umsatz Q2: 2,83 Milliarden USD
- Free Cash Flow (Q2): 607 Millionen USD
- Quartalsdividende: 0,74 USD pro Aktie (Zahlbar am 8. April)
- Ex-Dividende-Tag: 25. März
Strategische Flexibilität nach Aktienrückkäufen
Die Einreichung erlaubt es Seagate, Wertpapiere zeitlich gestaffelt und nach Bedarf auszugeben, anstatt das gesamte Volumen sofort platzieren zu müssen. Dies ermöglicht eine präzise Anpassung an die Marktbedingungen und den tatsächlichen Kapitalbedarf.
Dieser Schritt markiert eine Neuausrichtung der Kapitalstruktur. Seit 2018 konzentrierte sich das Management primär auf Aktienrückkäufe und erwarb dabei über 81 Millionen eigene Anteile für rund 5,37 Milliarden US-Dollar. Die nun geschaffene Kapazität für neue Aktienemissionen signalisiert, dass das Unternehmen für künftige Wachstumsphasen oder Marktveränderungen gewappnet sein möchte.
Starke operative Basis durch Q2-Zahlen
Hintergrund dieser regulatorischen Aktivität ist die solide operative Entwicklung. Im abgelaufenen zweiten Geschäftsquartal (Ende 2. Januar) erzielte Seagate einen Umsatz von 2,83 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die Erwartungen. Haupttreiber war die hohe Nachfrage nach Massenspeichern für Rechenzentren und die Infrastruktur im Bereich der künstlichen Intelligenz.
Auch die Profitabilität legte deutlich zu. Die Non-GAAP-Bruttomarge stieg im Vergleich zum Vorquartal um 210 Basispunkte auf 42,2 %. Besonders positiv entwickelte sich der freie Cashflow, der mit 607 Millionen US-Dollar ein Plus von 42 % gegenüber dem Vorquartal erreichte.
Fokus auf neue Speichertechnologien
In den kommenden Wochen wird das Management verstärkt den Dialog mit institutionellen Investoren suchen. Dabei dürfte vor allem die Roadmap für die Heat-Assisted Magnetic Recording (HAMR)-Technologie im Mittelpunkt stehen, die als Schlüssel für künftige Kapazitätssprünge bei Festplatten gilt.
Die nächsten wichtigen Termine für Anleger sind die Teilnahme am Bernstein TMT Forum am 25. Februar sowie die Morgan Stanley Technology Conference am 3. März. Kurz darauf folgen weitere Präsentationen bei Loop Capital (10. März) und Cantor Global (11. März). Für Dividendenjäger ist zudem der 25. März entscheidend, um für die kommende Ausschüttung am 8. April berechtigt zu sein.
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