Seagate zieht Anleger weiter an. Der Grund ist klar: Die Nachfrage nach Hochleistungsspeicher für KI-Infrastruktur bleibt stark, und das schlägt sich in den Zahlen nieder.
Der Titel notiert bei 690 Euro und damit nur knapp unter dem jüngsten Hoch von 710 Euro. Auf Sicht von zwölf Monaten liegt das Plus bei 611 Prozent. Der RSI von 87,4 signalisiert allerdings, wie heiß der Wert inzwischen gelaufen ist.
Starke Zahlen, aktive Umschichtungen
Im dritten Quartal 2026 legte Seagate kräftig vor. Der Gewinn je Aktie lag bei 4,10 Dollar und damit über der Markterwartung von 3,51 Dollar. Der Umsatz kletterte auf 3,11 Milliarden Dollar, ein Plus von 44,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Parallel dazu passen institutionelle Investoren ihre Positionen an. AlphaCore Capital stockte den Bestand um 150,7 Prozent auf 5.532 Aktien auf. iA Global Asset Management baute eine neue Position mit 51.241 Aktien auf, die rund 14,1 Millionen Dollar wert ist.
Andere Investoren machten dagegen Kasse. L & S Advisors verkaufte 29.068 Aktien und senkte den Bestand um 48,8 Prozent. Auch DNB Asset Management und ARS Investment Partners haben Positionen reduziert.
HAMR treibt die Story
Der Kern des Wachstums heißt HAMR. Die Mozaic-Technologie für Heat-Assisted Magnetic Recording trifft auf starke Nachfrage aus KI-getriebenen Rechenzentren. Genau dort braucht der Markt immer mehr Speicher mit hoher Kapazität und Effizienz.
Für das vierte Quartal hat Seagate einen Gewinn je Aktie zwischen 4,80 und 5,20 Dollar in Aussicht gestellt. Das ist ein weiteres Signal, dass der Konzern den aktuellen Nachfragezyklus nicht nur mitnimmt, sondern operativ stark ausspielt.
Analysten bleiben konstruktiv
Auch die Analystenseite bleibt positiv. Loop Capital erhöhte das Kursziel auf 1.140 Dollar und hält an „Buy“ fest. Der Marktkonsens liegt derzeit bei „Moderate Buy“, das durchschnittliche Kursziel beträgt 733,71 Dollar.
Hinzu kommen technische Aspekte, die den Titel anfällig für Schwankungen machen. Die Aktie notiert deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt und hat auf Sicht von sieben Tagen dennoch 2,82 Prozent verloren. Die hohe Volatilität von 119,28 Prozent zeigt, dass selbst starke Fundamentaldaten keine ruhige Handelsspanne garantieren.
Dividende und Insidergeschäfte
Auch auf der Kapitalseite bleibt Bewegung drin. Das Management hat Aktienverkäufe über vorab festgelegte 10b5-1-Pläne gemeldet. Außerdem ist eine Dividende von 0,74 Dollar je Aktie vorgesehen, mit Ex-Dividende Ende Juni und Zahlung Anfang Juli.
Für Seagate bleibt damit ein selten klares Bild: starke Nachfrage, hohe Erwartungen und ein Börsenkurs, der schon viel davon eingepreist hat. Mit der nächsten Berichtsphase dürfte vor allem zählen, ob die neue Prognose bei Umsatz und Margen den Schwung aus dem KI-Speicherboom weiter trägt.
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