Scottish Mortgage Investment Trust hat seine Dividende zum 43. Mal in Folge angehoben — ein Rekord, der den Trust in die Riege der sogenannten AIC „Dividend Heroes“ einreiht. Für das Geschäftsjahr bis Ende März 2026 schlägt der Vorstand eine Gesamtdividende von 4,57 Pence je Aktie vor, ein Plus von 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Klarer Zeitplan für Aktionäre
Die abschließende Dividende von 2,97 Pence soll am 10. Juli 2026 ausgezahlt werden — vorausgesetzt, die Hauptversammlung stimmt zu. Als Ex-Dividende-Datum gilt der 11. Juni 2026, Stichtag für die Eintragung ins Aktionärsregister ist der 12. Juni. Wer die Dividende reinvestieren möchte, muss dies bis zum 19. Juni anmelden. Die Hauptversammlung selbst findet am 2. Juli 2026 in den National Galleries of Scotland in Edinburgh statt.
Erträge erholen sich deutlich
Hinter der Dividendenerhöhung steckt eine echte Erholung auf der Ertragsseite. Der Nettoumsatz nach Steuern kletterte auf 25,6 Millionen Pfund, nach 17,9 Millionen im Vorjahr. Der Ertragsrücklauf je Aktie stieg von 1,39 auf 2,28 Pence. Das Vorjahresergebnis war durch die Abschreibung aufgelaufener Zinserträge auf eine Wandelanleihe des insolventen Batterieherstellers Northvolt belastet worden.
Der Gesamtertrag je Aktie — also inklusive Kursgewinnen — sprang auf 275,31 Pence, nach 94,57 Pence im Vorjahr. Das Portfolio ist weiterhin primär auf Kapitalwachstum ausgerichtet: Viele der größten Positionen schütten keine Dividenden aus, sondern reinvestieren ihre Cashflows.
Vom Abschlag zum Aufschlag
Zum Jahresende am 31. März 2026 notierte die Aktie noch mit einem Abschlag von 9,5 Prozent auf den Nettoinventarwert. Inzwischen hat sich das Bild gedreht: Der Trust handelt mit einem Aufschlag von rund 7,5 Prozent auf den geschätzten fairen NAV von 1.409,70 Pence. Das bedeutet, dass der Marktpreis den inneren Wert überholt hat — ein relevanter Faktor für alle, die jetzt einsteigen wollen.
Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 27 Prozent zugelegt und liegt damit deutlich über ihrem 50-Tage-Durchschnitt. Vom 52-Wochen-Tief aus November 2025 hat sie sich fast verdoppelt.
Starkes Jahr, schwaches Fünfjahresbild
Für das abgelaufene Geschäftsjahr lieferte Scottish Mortgage eine NAV-Gesamtrendite von 27,4 Prozent — deutlich mehr als die 18,0 Prozent des FTSE All-World Index in Pfund. Über zehn Jahre beträgt die NAV-Rendite 435 Prozent gegenüber 234 Prozent für den Index.
Das Fünfjahresbild trübt diesen Eindruck jedoch erheblich: Nur 12,8 Prozent NAV-Rendite stehen einem Indexplus von 68,2 Prozent gegenüber — ein Rückstand, der die Risiken eines konzentrierten Wachstumsportfolios illustriert.
Hebel und Privatmarkt-Exposure
Die laufenden Kosten lagen bei 0,33 Prozent, leicht über dem Vorjahreswert. Der Verschuldungsgrad sank von 13 auf 11 Prozent — nicht weil Schulden abgebaut wurden, sondern weil das Portfolio an Wert gewann. Die ausstehenden Verbindlichkeiten betragen rund 1,6 Milliarden Pfund.
Besondere Aufmerksamkeit verdient das Privatmarkt-Engagement: Rund 6,4 Milliarden Pfund entfallen auf nicht börsennotierte Beteiligungen, davon über 5 Milliarden Pfund in Form von Vorzugsaktien privater Unternehmen. Diese Positionen sind schwerer zu bewerten und weniger liquide — ein strukturelles Merkmal, das bei der Hauptversammlung am 2. Juli erfahrungsgemäß für Diskussionen sorgt.
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