Schroders-Aktie: Das Ende einer Ära!

Der US-Vermögensverwalter Nuveen übernimmt den britischen Traditionskonzern Schroders für 9,9 Milliarden Pfund. Die Aktionäre erhalten eine Prämie von 34 Prozent auf den Kurs.

Auf einen Blick:
  • Nuveen zahlt 590 Pence je Aktie plus Dividenden von bis zu 22 Pence
  • Die Übernahmeprämie beträgt 34 Prozent auf den Schlusskurs vom Mittwoch
  • Nach dem Deal verwaltet die kombinierte Gruppe fast 2,5 Billionen Dollar
  • Schroders-CEO Richard Oldfield bleibt nach Abschluss an der Spitze

Eine Ära geht zu Ende. Der US-Vermögensverwalter Nuveen übernimmt die britische Schroders für insgesamt 9,9 Milliarden Pfund, umgerechnet rund 13,5 Milliarden Dollar. Damit endet nach 222 Jahren die Unabhängigkeit des größten eigenständigen Asset Managers Großbritanniens. Die Gründerfamilie steigt aus.

Die Aktionäre von Schroders erhalten 590 Pence je Aktie in bar. Dazu kommen noch erlaubte Dividenden von bis zu 22 Pence. Insgesamt entspricht das einem Wert von 612 Pence pro Aktie. Die Übernahmeprämie liegt damit bei satten 34 % auf den Schlusskurs vom Mittwoch. Für ein Unternehmen, das in den vergangenen fünf Jahren knapp 25 % an Wert verloren hat, ist das durchaus attraktiv.

Schroders PLC Aktie Chart

Die neue Größe zählt im Wettbewerb

Schroders hatte zuletzt zu kämpfen. Die Kostenbasis galt als zu hoch, das organische Wachstum im Private-Markets-Geschäft verlief schleppend. Mit rund 1 Billion Dollar verwaltetem Vermögen war man zwar groß, aber offenbar nicht groß genug. CEO Richard Oldfield spricht von einem kompetitiven Umfeld, in dem Größe echte Vorteile bringen kann. Nach dem Zusammenschluss verwaltet die kombinierte Gruppe fast 2,5 Billionen Dollar.

Oldfield bleibt übrigens nach Abschluss der Transaktion an der Spitze von Schroders. London wird als Hauptsitz außerhalb der USA dienen. Das klingt nach Kontinuität, ist aber natürlich auch eine Beruhigungspille für Mitarbeiter und Kunden. Die Frage bleibt, ob die Integration tatsächlich die erhofften Synergien bringt oder ob hier einfach ein schwächelndes Traditionshaus zu einem guten Preis den Besitzer wechselt. Der Markt wird es zeigen.

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