Scandinavian Tobacco: Diesel Uncaged startet landesweit

STG bündelt Kräfte auf Premium-Zigarren und interne Marken. Trotz Umbaukosten und rückläufiger Marge zeigt sich die Aktie nach Kursverlusten zuletzt erholt.

Auf einen Blick:
  • Neue Zigarrenlinie „Diesel Uncaged“ gestartet
  • Vertriebspartnerschaft mit El Titan beendet
  • Prognose: EBIT-Marge von 13 bis 14,5 Prozent
  • Aktie erholt sich nach schwachem Jahresstart

Scandinavian Tobacco Group (STG) schaltet im Nordamerika-Geschäft einen Gang hoch. Mit der landesweiten Einführung der neuen Serie „Diesel Uncaged“ stärkt der Konzern sein Angebot handgefertigter Zigarren. Die Aktie notiert aktuell bei 9,44 Euro und zeigt erste Anzeichen einer Stabilisierung.

Konzentration auf starke Eigenmarken

Der Konzern strafft parallel dazu sein Vertriebsnetz massiv. Die Tochtergesellschaft General Cigar Company beendete vor wenigen Tagen die Zusammenarbeit mit dem Partner El Titan de Bronze. STG will künftig alle Ressourcen auf interne Kernmarken wie Macanudo und Diesel konzentrieren. Das Management setzt damit die Prioritäten der „Focus2030“-Strategie konsequent um.

Dieser Fokus auf das Premium-Segment ist notwendig. Während das Geschäft mit maschinell gefertigten Zigarren in Europa schwächelt, wuchsen die handgerollten Varianten organisch zuletzt um acht Prozent. Das Ziel: Marktanteile gewinnen. In sieben Kernmärkten will die Gruppe ihren Anteil bis 2030 auf über 29 Prozent steigern.

Margendruck durch Konzernumbau

Für das laufende Jahr bleibt die Führung bei ihrer Prognose. Die EBIT-Marge vor Sondereffekten soll 2026 zwischen 13,0 und 14,5 Prozent liegen. Im Vorjahr erreichte STG noch 14,9 Prozent. Höhere Kosten für den Konzernumbau belasten vorübergehend die Profitabilität. Dennoch peilt das Unternehmen einen freien Cashflow von bis zu 1,2 Milliarden Dänischen Kronen an.

An der Börse hat das Papier eine schwache Phase hinter sich. Seit Jahresanfang verlor die Aktie rund 26 Prozent an Wert. In den vergangenen 30 Tagen konnte sie sich jedoch um fast acht Prozent erholen. Dieser Trend benötigt nun eine fundamentale Bestätigung durch neue Geschäftszahlen.

Klarheit bringt der Zwischenbericht für das zweite Quartal. STG wird die detaillierten Ergebnisse voraussichtlich noch im August 2026 veröffentlichen. Dann zeigt sich, ob die neuen Produkte und die schlankere Struktur die Erträge nachhaltig stabilisieren.

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