Scandinavian Tobacco Group hat die Anleger mit den Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 herb enttäuscht. Ein massiver Einbruch beim freien Cashflow und eine drastische Kürzung der Dividende lösten eine Verkaufswelle aus. Während operative Probleme bei einer Software-Umstellung die Bilanz verhagelten, setzt das Management für das laufende Jahr auf eine schnelle Erholung.
IT-Probleme bremsen den Cashflow
Der Hauptgrund für die verstimmten Investoren liegt im freien Cashflow. Dieser belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf lediglich 595 Millionen DKK und verfehlte damit das ursprüngliche Ziel von 800 Millionen bis 1 Milliarde DKK deutlich. Das Unternehmen führt diesen Rückgang um mehr als 200 Millionen DKK primär auf Verzögerungen beim Einzug von Forderungen zurück. Ursache war die Einführung eines neuen ERP-Systems in den europäischen Geschäftsbereichen, die den Zahlungsfluss vorübergehend ins Stocken brachte.
Beim Umsatz blieb der Konzern mit 9,036 Milliarden DKK ebenfalls leicht hinter der eigenen Prognose von bis zu 9,2 Milliarden DKK zurück. Die operative Marge (EBITDA) vor Sondereffekten blieb mit 19,8 % hingegen stabil im erwarteten Rahmen. Dennoch wog die Schwäche bei den liquiden Mitteln schwerer, da sie den Spielraum für Ausschüttungen massiv einschränkte.
Scandinavian Tobacco Group A/S Aktie Chart
Drastische Dividendenkürzung belastet Kurs
Infolge der schwachen Cashflow-Entwicklung schlug der Verwaltungsrat eine Dividende von 4,50 DKK pro Aktie vor. Dies entspricht einer Kürzung um rund 47 % im Vergleich zum Vorjahr, als noch 8,50 DKK gezahlt wurden. Die Nachricht löste eine heftige Marktreaktion aus: Die Aktie verlor innerhalb der letzten 30 Tage rund 34 % an Wert und notiert mit aktuell 9,13 € nur noch knapp über ihrem Jahrestief.
Trotz des kurzfristigen Drucks hält das Management an seiner „Focus2030“-Strategie fest. Ein Lichtblick zeigt sich im Bereich der Nikotinprodukte der nächsten Generation. Besonders die Marke XQS konnte ihren Marktanteil in Schweden bis Ende 2025 von 7,8 % auf 12,3 % steigern.
Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet Scandinavian Tobacco eine Stabilisierung der Lage. Da die verzögerten Zahlungen aus dem Vorjahr nun im ersten Halbjahr eingehen sollen, wird ein freier Cashflow zwischen 950 Millionen und 1,2 Milliarden DKK angestrebt. Das Erreichen dieser Ziele wird entscheidend sein, um das Vertrauen der Anleger in die Kapitalrückführung des Tabakkonzerns wiederherzustellen.
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