Die Sartorius-Aktie startete mit einem Kursgewinn von über acht Prozent bärenstark in die neue Handelswoche. Was steckt hinter der Top-Performance des Laborausrüsters am heutigen Montag?
Ein Paukenschlag aus den USA
Der starke Kursanstieg der Sartorius-Aktie heute liegt an einem Paukenschlag aus den USA. Der berüchtigte aktivistische US-Investor Elliott Investment Management hat laut Medienberichten eine größere Beteiligung beim US-Unternehmen Bio-Rad Laboratories aufgebaut.
Dass Sartorius dadurch so stark profitiert, hat handfeste, strategische Gründe. Bio-Rad Laboratories ist der wichtigste Großaktionär von Sartorius. Das US-Unternehmen hält rund 38 Prozent der Stammaktien und etwa 28 Prozent der Vorzugsaktien des Göttinger Labor- und Pharmazulieferers.
Da der Aktienkurs von Bio-Rad zuletzt schwächelte, schaltet sich nun Elliott ein. Der Einstieg des aktivistischen Investors sorgt an der Börse für große Fantasie. Wenn ein aktivistischer Investor wie Elliott Druck auf das Management von Bio-Rad ausübt, um den dortigen Aktienkurs zu stabilisieren, rückt automatisch die wertvolle Sartorius-Beteiligung ins Rampenlicht.
Was könnte nun passieren?
Am Markt wird nun darüber spekuliert, ob Elliott Bio-Rad zu strategischen Maßnahmen drängen könnte – beispielsweise zu einer Umstrukturierung, einem gezielteren Umgang mit den Sartorius-Anteilen oder Maßnahmen zur Hebung stiller Reserven.
Zusätzlich befeuert wurde die Rally durch Berichte, wonach Elliott nicht nur bei Bio-Rad eingestiegen ist, sondern auch direkt bei Sartorius bereits Positionen hält. Wenn ein milliardenschwerer Wall-Street-Aktivist bei beiden miteinander verflochtenen Unternehmen die Finger im Spiel hat, erwarten Anleger tiefgreifende Impulse für die Corporate Governance, die Strategie und letztlich für eine Steigerung des Börsenwerts.
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