SAP- und Siemens Energy-Aktie: Sie dringen nicht durch!

Die Aktien von SAP und Siemens Energy haben zuletzt massiv an Wert eingebüßt. Dabei waren die Analysten doch so zuversichtlich. Mit einer Ausnahme.

Auf einen Blick:
  • SAP und Siemens Energy mussten zuletzt an der Börse mächtig Federn lassen
  • Bei SAP hat sich die Abwärtstendenz fortgesetzt, bei Siemens Energy begann sie
  • Dabei hatten Analysten die Aktien zuletzt mit hohen Kurszielen zum Kauf empfohlen
  • Nur bei einem Titel gab es einen Pessimisten, der mit seiner Prognose Recht behielt

Liebe Leserin, lieber Leser,

sie gehören zu den Schwergewichten im Dax, stehen in Sachen Börsenwert auf Platz zwei und sechs. Die Rede ist von Softwareriese SAP und Energietechnikspezialist Siemens Energy – und die Analysten verbinden mit beiden große Hoffnungen. Mehrheitlich haben sie die Aktien der beiden Unternehmen zuletzt mit ambitionierten Kurszielen zm Kauf empfohlen, doch sie dringen einfach nicht durch: Weder SAP noch Siemens Energy folgen den optimistischen Prognosen. Im Gegenteil notieren beide Titel unter ihren Höchstständen. Besonders die Walldorfer erleben eine schwere Zeit.

Ausnahmslos hohe Kursziele für SAP-Aktie

Gut 280 Euro war die SAP-Aktie im Februar 2025 wert, aktuell werden noch knapp 147 Euro für die Anteilscheine des Unternehmens aufgerufen. Mit anderen Worten: Innerhalb von wenig mehr als einem Jahr hat der Softwarekonzern gut die Hälfte seines Börsenwerts eingebüßt. Dabei waren die Beobachter nach den Quartalszahlen und der hauseigenen Entwicklerkonferenz Sapphire im Mai durchaus angetan. Alle Häuser sehen die SAP-Aktie laut finanzen.net mittelfristig bei 200 Euro oder mehr:

  • Deutsche Bank: 200,00 Euro, +33,67%
  • UBS: 205,00 Euro, +37,01%
  • Jefferies: 230,00 Euro, +53,72%
  • Berenberg Bank: 215,00 Euro, +43,70%

Jefferies sieht SAP bei 230 Euro

Besonders optimistisch zeigte sich das Analysehaus Jefferies, das SAP auf „Buy“ mit einem Kursziel von 230 Euro belassen hatte. In diesem Jahr sei die Sapphire-Konferenz des Softwarekonzerns zwar „eher eine Evolution als eine Revolution gewesen“, doch das sei nicht negativ, schrieb Analyst Charles Brennan. Die Fähigkeiten von Künstlicher Intelligenz (KI) würden immer ausgereifter und besser – und diese stehe nun im Mittelpunkt der Strategie bei SAP.

Etwas kritischer blickte die US-Bank JP Morgan auf den Titel. KI sei bei SAP nicht länger ein Feature in der Ressourcensteuerung, sondern Grundlage der Arbeitsabläufe – so der Tenor der Entwicklerkonferenz, merkte Analyst Toby Ogg an. Die Kunden seien aber selbst noch in der Findungsphase und für SAP selbst hänge alles von der Umsetzung ab. In der Folge hatte Ogg die Aktie auf „Neutral“ mit einem Kursziel von 175 Euro belassen – sieht damit aber noch immer rund 15 Prozent Kurspotenzial.

SAP und Siemens Energy gaben ab

Die Anleger allerdings wollten dem zuletzt nicht folgen. Die SAP-Aktie hatte Anfang Juni nur kurz bis auf 173 Euro zugelegt, und mittlerweile wieder rund 15 Prozent abgegeben. Das eint sie mit den Papieren des einstigen Highflyers Siemens Energy: Diese hatten sich seit 2024 im Wert tatsächlich vervielfacht, erreichten Ende April bei einem Kurs von 195 Euro ihren Höchststand. Seitdem allerdings ging es auch mit der Aktie der Münchner massiv zurück auf aktuell noch rund 140 Euro.

Nur einer zweifelte an Siemens Energy

An den Analysten kann es beim Energietechnik-Konzern ebenfalls kaum liegen. Diese zeigten sich zuletzt mehrheitlich überzeugt, dass die 200 Euro ein realistisches Ziel für die Aktie von Siemens Energy sein dürfte. Allerdings gibt es unter den Beobachtern eine große Ausnahme:

  • Deutsche Bank: 200,00 Euro, +42,82%
  • JP Morgan: 225,00 Euro, +60,71%
  • Goldman Sachs: 212,00 Euro, +51,42%
  • Barclays: 110,00 Euro, -21.43%

Jefferies-Analyst hatte das richtige Gespür

Während JP Morgan also noch enormes Kurspotenzial bei Siemens Energy erkennt, hatte die britische Barclays ihr Kursziel lediglich 100 auf 110 Euro angehoben, die Einstufung auf „Equal Weight“ belassen. Analyst Vlad Sergievskii nämlich sieht „Chancen und Risiken bei den Münchnern momentan recht ausgewogen“, wie er laut Medienberichten nach dem Quartalsbericht schrieb. Die Bewertung preise allerdings den besten Geschäftszyklus einer ganzen Generation bereits so ein, „als ob er niemals enden würde“.

Phil Buller von JP Morgan hielt dagegen: Bei Siemens Energy fühlten sich die Anleger aber immer noch „sehr wohl,“ mutmaßte er Ende Mai. Der Kollege von Barclays scheint, zumindest kurzfristig, das bessere Gespür gehabt zu haben. Seit Bullers Empfehlung hat der Dax-Titel knapp ein Viertel an Wert eingebüßt.

Siemens Energy-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Siemens Energy-Analyse vom 11. Juni liefert die Antwort:

Die neusten Siemens Energy-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Siemens Energy-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 11. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Siemens Energy: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)