SAP-Aktie: Was für ein Blutbad!

Die SAP-Aktie erlebt mit einem Kurssturz von über 16 Prozent am Donnerstag einen der schwärzesten Tage ihrer Börsengeschichte. Was steckt hinter dem Blutbad?

Auf einen Blick:
  • Jahresprognose 2026 trifft Markterwartung
  • Zielverfehlung bei Order Backlog für die Cloud
  • Angst vor Ersatz der SAP-Software durch KI-Modelle

Die SAP-Aktie erlebt mit einem Kurssturz von über 16 Prozent am Donnerstag einen der schwärzesten Tage ihrer Börsengeschichte und fällt auf ein neues 2-Jahrestief. Was steckt hinter dem Blutbad am heutigen Tag?

Erwartete Prognose mit einer Zielverfehlung

Auf den ersten Blick ist die massive Enttäuschung der Börse mit SAP nicht ersichtlich. Die Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr liest sich gut. Der Software-Riese will die Erlöse mit herkömmlicher Software und Cloud-Software 2026 um 12 bis 13 Prozent steigern.

Zudem soll das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis um 14 bis 18 Prozent wachsen. Damit würde SAP seine Marge weiter verbessern.

Allerdings hatten Analysten bereits im Vorfeld mit einer Prognose in dieser Größenordnung gerechnet. Grund für eine Kurssteigerung war sie demnach nicht.

Das Haar in der Suppe fanden Anleger im Order Backlog für die Cloud. Dabei handelt es sich um Aufträge, die in den nächsten zwölf Monaten umsatzwirksam werden. Der Cloud-Backlog stieg um 25 Prozent, was laut Aussage von SAP-Chef Klein eine Enttäuschung darstellte. Er hatte mit einem Anstieg von mindestens 26 Prozent gerechnet.

Die Angst geht um

Der massive Kurssturz der SAP-Aktie mag angesichts dieser kleinen Zielverfehlung ziemlich übertrieben anmuten. Es spielt aber noch eine weitere Komponente eine Rolle.

Schon seit Wochen geht an der Börse die Angst um, dass SAP eines der ersten Big Tech-Unternehmen sein könnte, das dem Einsatz von KI zum Opfer fallen wird. KI-Modelle sind immer besser in der Lage, die Funktionen der Unternehmenssoftware von SAP nachzuahmen — und das zu einem Bruchteil der Kosten.

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