SAP-Aktie: Warum dieser Deal so irre wichtig ist!

SAP schließt Dremio-Kauf früher als geplant ab. Zuvor hatte das Kartellamt grünes Licht gegeben, auch für einen weiteren KI-Deal.

Auf einen Blick:
  • Dremio-Übernahme ein Quartal früher abgeschlossen
  • Bundeskartellamt genehmigt zwei SAP-Zukäufe
  • Dremio ermöglicht Echtzeit-KI auf fragmentierten Daten
  • Joule-Assistent profitiert von externen Datenquellen

SAP hat kürzlich die Übernahme von Dremio offiziell abgeschlossen – rund ein Quartal früher als ursprünglich erwartet. Dremio bietet eine offene, leistungsstarke Data-Lakehouse-Plattform, mit der SAP eine zentrale Schwachstelle seiner KI-Strategie adressiert.

SAP-Aktie: Daten aus allen Systemen ohne Umwege nutzbar

Viele KI-Projekte in Unternehmen bleiben hinter den Erwartungen zurück – nicht wegen der Technologie, sondern weil die zugrundeliegenden Daten fragmentiert und in proprietären Formaten gespeichert sind.

Dremio löst dieses Problem: Kunden können SAP- und Nicht-SAP-Daten miteinander kombinieren und analytische sowie KI-Aufgaben in Echtzeit ausführen, ohne Daten physisch verschieben oder konvertieren zu müssen. Technische Grundlage ist der offene Standard Apache Iceberg, auf dem Dremio nativ aufbaut.

SAP-Aktie: Bundeskartellamt gibt grünes Licht

Das Bundeskartellamt hat die Übernahme im Vorprüfverfahren freigegeben. Die Behörde sah keine wettbewerblichen Bedenken, da Dremio in seinem noch vergleichsweise jungen Marktbereich mehreren leistungsfähigen Wettbewerbern gegenübersteht. Gleichzeitig erteilte das Kartellamt grünes Licht für die Übernahme des Freiburger KI-Startups Prior Labs, das auf KI-Modelle zur Verarbeitung strukturierter Tabellendaten spezialisiert ist.

Andreas Mundt, Chef des Bundeskartellamts, betonte auch den strategischen Hintergrund: „Mit den jetzigen Übernahmen ergänzt SAP die Position in den Bereichen Datenmanagement und agentische KI. Dort steht SAP im Wettbewerb mit einigen größeren, überwiegend US-amerikanischen Anbietern.“

SAP-Aktie: Gigantisches KI-Potenzial

Zur Einordnung: SAP will künstliche Intelligenz direkt in die alltäglichen Geschäftsprozesse von Unternehmen bringen, statt eigene allgemeine Sprachmodelle zu entwickeln. Hier hat der deutsche Konzern einen riesigen Startvorteil. Da fast alle Großkonzerne weltweit bereits SAP-Kunden sind und das System deren sensibelste Daten verwaltet, kann die KI sofort auf den wichtigsten Geschäftsquellen aufbauen.

Als zentrales Werkzeug dient der digitale Assistent „Joule“, der durch die Übernahme des Daten-Spezialisten Dremio nun auch externe Firmendaten im Detail versteht und Aufgaben wie Rechnungsprüfungen vollautomatisch erledigt.

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