SAP hat eine Unterstützungsmarke nach unten durchbrochen und es nicht geschafft, die bullische Struktur fortzusetzen. Außerdem hat die Aktie den gleitenden Durchschnitt der letzten 200 Tage unterschritten. Das passt nicht ganz zu der aktuellen Entwicklung in den Quartalszahlen und den möglichen Wachstumschancen.
Mercedes F1 und Übernahmen im Fokus des Wachstums
Die am 22. Juli veröffentlichten Quartalszahlen bestätigen den positiven Trend. Der Gewinn je Aktie stieg auf 1,46 € (Vorjahr: 0,76 €), der Umsatz legte um 8,92 % auf 9,03 Milliarden Euro zu. Auch die Dividendenpolitik zeigt Aufwärtspotenzial, für 2024 wurde eine Ausschüttung von 2,35 € beschlossen, für 2026 ist eine weitere Erhöhung geplant.Das Unternehmen plant die Übernahme von SmartRecruiters, einem führenden Anbieter für Talent-Acquisition-Software, um sein HCM-Portfolio mit KI-gestützten Tools zu erweitern und Unternehmen im Wettbewerb um Top-Talente besser zu unterstützen.
Zusätzlich gab SAP am 3. September eine Kooperation mit dem Mercedes-AMG PETRONAS F1 Team bekannt. Die Rennsportmarke wird künftig SAP-Lösungen für Datenanalyse und Geschäftsprozesse einsetzen, was die Innovationskraft und Marktposition des Softwarekonzerns unterstreicht. Gleichzeitig dient diese Partnerschaft auch als Image- und Außenwerbung für SAP, stärkt die Markenbekanntheit und könnte die Marktposition langfristig weiter ausbauen.
Besonders im Bereich Business AI baut SAP seine Marktposition konsequent aus. KI-Lösungen für Customer Experience und Prozessautomatisierung sollen Kunden mehr Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit bringen. Mit gezielten Übernahmen, innovativen Produkten und starken Partnerschaften setzt SAP ein klares Zeichen für Wachstum und bestätigt seinen Status als global führender Softwareanbieter.
SAP-Aktie im Chart-Check
Das Unterschreiten der 200-Tage-Linie und auch der Zone ist erst einmal ein bearisches Signal, sprich es steht eher für weiter fallende Kurse. Ein Überschreiten der Zone um die 236-Euro-Marke wäre hingegen wieder ein Zeichen von Stärke, solange sich der Markt darüber halten kann. Die aktuelle Struktur mit fallenden Hochs und fallenden Tiefs zeigt jedoch klar nach unten und könnte dazu führen, dass die nächste Unterstützungszone bei rund 208 Euro angelaufen wird. Hier das ganze im Tageschart.

Den Link zu Tradingview und dem Chart findest du hier: https://www.tradingview.com/x/Gsr7TNjU/
Dadurch, dass der Markt unter der Zone notiert, würde ich eher eine Short-Chance in Betracht ziehen, jedoch nicht direkt an der unteren Zone. Die aktuelle Zone könnte bei einem erneuten Anlauf und einer Abweisung eine Möglichkeit dafür bieten. Das erste Ziel wäre dann die Zone bei rund 208 Euro und gegebenenfalls auch darunter. Sollte der Markt an der aktuellen Zone jedoch sofort nach oben drehen, könnte sich an der Trendlinie eine Chance ergeben, sobald der Markt dort Schwäche zeigt und diese nicht durchbrechen kann.
Sollte die Zone bei rund 208 Euro halten und der Markt nicht darunter brechen, wäre das für Käufer eine Chance, von steigenden Kursen zu profitieren. Für nachhaltige Kursgewinne muss der Markt jedoch die letzten Hochs sowie die Abwärtsstruktur überwinden.
Ihr Konrad
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