SAP-Aktie: Die Unterstützung bröckelt!

Die SAP-Aktie notiert auf Jahrestiefs, belastet durch Migrationsprobleme der Kunden, nachlassende KI-Euphorie, Konjunktursorgen und rechtliche Verfahren.

Auf einen Blick:
  • Kurs fällt unter wichtige 200-Euro-Marke
  • Kundenprobleme bei teurer Systemmigration
  • KI-Story verliert an Schwung und Überzeugungskraft
  • Rechtliche Streitigkeiten und EU-Verfahren als Belastung

Trotz zahlreicher Kaufempfehlungen von den Analysten hinterlässt die SAP-Aktie aktuelle keine gute Figur. Die Kundschaft tut sich mit der teuren un komplexen Migration auf neue Systeme schwer, die KI-Story verliert an Schwung, die lahmende Konjunktur mahnt zur Vorsicht und schwache Zahlen der Konkurrenz hängen ebenfalls nach.

Während der DAX heute erstmals oberhalb von 25.000 Punkten landen und neue Rekorde feiern konnte, kämpft die SAP-Aktie mit Tiefständen aus dem vergangenen Jahr. Jene wurden erst zu Wochenbeginn unterschritten, als es zeitweise auf 199,60 Euro und damit unter die psychologisch wichtige 200-Euro-Marke ging.

SAP: Das war knapp

Die Bullen konnten einen größeren Abverkauf noch eben so vermeiden und am Mittwochmorgen standen immerhin wieder 204 Euro auf der Anzeigetafel. Es bleibt aber bei einem Verlust von gut 16 Prozent im Jahresvergleich und einer spürbaren Verunsicherung auf Seiten der Anleger. Daran ist auch KI nicht ganz unbeteiligt, mit der SAP in Zukunft eigentlich munter zu wachsen gedenkt.

SAP Aktie Chart

Das verstärkte Aufkommen von KI-Agenten könnte sich jedoch auch als Bedrohung erweisen. Hier und dort wird schon die Frage gestellt, ob mit weiteren Fortschritten bei solchen Entwicklungen die umfangreichen (und teuren) Lösungen von SAP auf lange Sicht eigentlich noch eine Daseinsberechtigung haben. Eine KI zumindest wäre darauf wohl eher nicht zwingend angewiesen.

Zahlreiche Baustellen bei SAP

Zu alledem hinzu kommen auch noch einige rechtliche Streitigkeiten und ein Verfahren der EU, was an der Börse ebenfalls wenig gut ankommt. All dem hat SAP momentan keine positiven Signale entgegenzusetzen. Solange sich daran nichts ändert, dürften die Bären am längeren Hebel sitzen. Es bleibt die Hoffnung, dass der Support bei 200 Euro hält und damit Schlimmeres verhindert werden kann.

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