SAP-Aktie: Übers das Ziel hinaus!

Die Aktie von SAP hat seit ihrem jüngsten Höchststand wieder abgegeben. Ein US-Analyst sah den Software-Titel in der Spitze als überbewertet. Andere nicht.

Auf einen Blick:
  • Die SAP-Aktie notiert wieder deutlich unter ihrem Zwischenhoch vom Dienstag
  • Innerhalb weniger Wochen waren die Papiere um 40 Prozent auf 183 Euro geklettert
  • JP Morgan hatte nach Zahlen die aktuellen 175 Euro als Kursziel ausgegeben
  • Goldman Sachs hingegen sieht beim Software-Titel noch reichlich Luft nach oben

Es war ein geradezu märchenhafter Aufstieg, den die Aktie von SAP im zurückliegenden Monat erlebte. Angefeuert von guten Quartalsergebnissen, Erfolgen im Cloud-Segment sowie angekündigten Schritten im KI-Bereich waren die Papiere des Software-Riesen aus Walldorf von 130 auf bis zu 183 Euro gestiegen – ein Aufschlag von nicht weniger als 40 Prozent. Doch nachdem die SAP-Aktie am Dienstag diesen Höhepunkt erreicht hatte, ging es wieder deutlich zurück auf aktuell rund 175 Euro. Einen US-Analysten wunderte das nicht, für ihn war der Softwaretitel übers Ziel hinausgeschossen.

JP Morgan beließ SAP auf „Neutral“

Es war Toby Ogg von der US-Bank JP Morgan, der die Einstufung für SAP Ende Juli auf „Neutral“ mit einem Kursziel von eben jenen 175 Euro belassen hatte. Der robuste kurzfristige Cloud-Vertragsbestand (Current Cloud Backlog) sei ermutigend, hatte er im Nachgang der Quartalszahlen angemerkt. Blieben KI-Umsätze bei SAP jedoch aus und zeigten Rückmeldungen von Kunden zu KI-Produkten trotz der Investitionen keine klaren Verbesserungen, könnten höhere Ausgaben erforderlich werden, um dem sich verschärfenden Wettbewerb zu trotzen, mahnte er. Dies würde einhergehen mit „Risiken für die Margen“, so Ogg.

  • Doch seine Einschätzung blieb nicht unwidersprochen, andere sehen die SAP-Aktie mittelfristig deutlich höher
  • Am zuversichtlichsten positionierte sich ein US-Kollege, der den fairen Wert für die Aktie bei 215 Euro festsetzte

Goldman Sachs sieht SAP-Aktie 20 Prozent höher

Der Bestand an Cloud-Aboverträgen habe sich bei den Walldorfern bereits als robust erwiesen, schrieb Mohammed Moawalla von der Investmentbank Goldman Sachs in seiner Nachbetrachtung zum Quartalsbericht. Zudem sei die Produkt-Pipeline trotz gesamtwirtschaftlicher Unsicherheiten stark. In der Folge reduzierte er seine Prognose zwar leicht, hielt an der Kaufempfehlung allerdings fest. Keine Überraschung: Mittelfristig sieht er weiteres Aufwärtspotenzial von gut 20 Prozent.

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