SAP-Aktie: Übers Ziel hinaus!

Die Aktie von SAP setzte sich am Donnerstag erstmals wieder über der Marke von 200 Euro fest. Nicht alle Analysten hatten beim Softwarekonzern damit gerechnet.

Auf einen Blick:
  • Die SAP-Aktie hat seit dem Sommer um annähernd 60 Prozent zugelegt
  • Jetzt setzte sich der Softwarekonzern erstmals wieder bei gut 200 Euro fest
  • So manches Kursziel aus den letzten Wochen ist damit bereits übertroffen

Die Aktie von SAP, im Sommer noch ein Sorgenkind und bis auf 127,50 Euro zurückgefallen, sorgt aktuell für Furore. Bereits am Mittwoch hatten sich die Papiere des Software-Konzerns erstmals wieder kurzzeitig über die Marke von 200 Euro geschoben – ein Plus von fast 60 Prozent. Am Donnerstag dann setzte sich die SAP-Aktie tatsächlich über der psychologisch wichtigen Marke fest. Mit diesem Kurs ist sie sogar über so manches Ziel hinausgeschossen.

Prognosen für SAP liegen zum Teil tiefer

Denn kurz vor Handelsschluss auf Xetra notierte SAP nach einem Aufschlag von weiteren 2,3 Prozent bei 201,55 Euro. Bezogen auf die zuletzt aufgerufenen Kursziele sehen nur zwei von vier Häusern noch Luft nach oben, eines davon zudem nicht mehr allzu viel. Ein Überblick:

  • UBS: 201,00 EUR, -0,20%
  • Jefferies: 220,00 EUR, +9,24%
  • JP Morgan: 175,00 EUR, -13,11%
  • Berenberg Bank: 205,00 EUR, +1,79%

Mit der UBS und der Berenberg-Bank hat SAP faktisch die Vorgabe erreicht, die sie im September bzw. Anfang Oktober aufstellten. Beim sogenannten Current Cloud Backlog, also dem kurzfristigen Cloud-Vertragsbestand, dürfte sich das Wachstum verlangsamen, warnte Michael Briest von der schweizer UBS. Die Margen stünden beim Softwarekonzern weiterhin im Fokus, die Vergleichsbasis sei im dritten Quartal aber weniger hoch. Aus diesem Grund vergab er lediglich eine neutrale Bewertung.

Die US-Bank JP Morgan indes hatte die Einstufung für SAP vor Zahlen zum dritten Quartal mit einem Kursziel von lediglich 175 Euro auf „Neutral“ belassen. Die Messlatte liege wegen des zuletzt gestiegenen Aktienkurses wieder höher, schrieb Analyst Toby Ogg,

Jefferies glaubt an gute SAP-Quartalszahlen

Ganz anders Charles Brennan vom Analysehaus Jefferies: Die Nachrichtenlage sei im bisherigen Jahresverlauf unbeständiger gewesen als erwünscht, schrieb er zwar. Er sei jedoch „optimistisch“, dass das dritte Quartal des Softwarekonzerns 2026 weniger ereignisreich verlaufen sei. Der Analyst rechnet mit einem robusten Auftragseingang bei SAP. Die Anleger ganz offensichtlich ebenfalls.

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