SAP hat am Freitag die Übernahme des US-amerikanischen Anbieters Reltio bekanntgegeben. Das auf Datenmanagement spezialisierte Unternehmen soll die KI-Fähigkeiten des deutschen Softwarekonzerns stärken. Die Aktie verlor an der XETRA dennoch zunächst 0,5 Prozent und setzte damit ihre Schwächephase fort. Über die vergangenen zwölf Monate summiert sich das Minus bereits auf mehr als 37 Prozent.
Plattform soll fragmentierte Daten vereinheitlichen
Mit der Akquisition will SAP seinen Kunden Werkzeuge an die Hand geben, um strukturierte und unstrukturierte Unternehmensdaten zu vereinheitlichen und zu bereinigen. Die Plattform von Reltio soll dabei helfen, Daten aus SAP- und Nicht-SAP-Systemen für künstliche Intelligenz nutzbar zu machen. Muhammad Alam, Vorstandsmitglied für Produkt und Engineering bei SAP, begründete den Schritt mit der Notwendigkeit, fragmentierte Daten zusammenzuführen.
„Reltio passt natürlich zu SAP“, erklärte Alam. Die Übernahme werde die Position als führender Anbieter von Business-KI weiter verbessern. Künstliche Intelligenz könne ihr volles Potenzial nicht entfalten, wenn Daten über Geschäftsbereiche und Plattformen verteilt seien, ohne Verbindung oder Kontext, argumentierte der Manager.
SAP SE Aktie Chart
Kaufpreis bleibt unter Verschluss
Finanzielle Details zur Transaktion nannten die Unternehmen nicht. Der Abschluss wird für das zweite oder dritte Quartal 2026 erwartet und steht unter dem Vorbehalt üblicher Genehmigungen durch Aufsichtsbehörden. Die Übernahme soll SAPs Business Data Cloud erweitern und die Integration von Master Data Management beschleunigen.
Für Anleger bleibt die Frage, wie schnell sich die Investition auszahlen wird. Die Reaktion des Marktes fiel verhalten aus, was darauf hindeutet, dass Investoren zunächst konkrete Erfolge sehen möchten. Zudem dürfte der fehlende Kaufpreis Spekulationen über die Höhe der Investition nähren. Wie sich die Akquisition auf die ohnehin angespannte Kursentwicklung auswirkt, bleibt vorerst offen.
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