Der Softwarekonzern SAP baut seine Plattformfunktionen im Cloud-Segment weiter aus. Auf der Hausmesse SAP Connect stellte das Unternehmen gestern Joule Work für den beginnenden Rollout an Kunden vor. Zugleich erweitert der Konzern das Angebot um zusätzliche Dienste für den laufenden Geschäftsbetrieb. Am Aktienmarkt notiert das Papier heute bei 186,12 Euro, was einem leichten Tagesverlust von 0,5 Prozent entspricht.
Zahlungsabwicklung und Partnerschaft mit Moody’s
Zu den Neuvorstellungen gehört der Dienst SAP Pay, der direkt in SAP Cloud ERP eingebunden wird. Das System übernimmt künftig die Ausführung sowie die Abstimmung von Zahlungen. Mit dieser Integration vertieft das Unternehmen die Abwicklung finanzieller Transaktionen unmittelbar innerhalb der eigenen Unternehmenssoftware.
Parallel dazu verstärkt der Konzern das Risikomanagement in der Beschaffung. SAP kündigte eine Partnerschaft mit Moody’s an, um Lieferantenrisikodaten direkt in SAP Ariba bereitzustellen. Einkaufsabteilungen erhalten dadurch die Möglichkeit, externe Risikoanalysen fortlaufend in ihre operativen Beschaffungsprozesse einzubinden.
Zukauf von TechWolf und laufende Aktienrückkäufe
Neben den Softwareerweiterungen treibt SAP das anorganische Wachstum voran. Der Konzern vereinbarte gestern die Übernahme des belgischen KI-Unternehmens TechWolf. Zum Kaufpreis machten die Walldorfer keine Angaben. Der Abschluss der Transaktion wird für das vierte Quartal 2026 erwartet und steht unter dem Vorbehalt der üblichen Vollzugsbedingungen sowie behördlicher Genehmigungen.
Zugleich stützt das Unternehmen den Kurs über den Kapitalmarkt. Im Rahmen des laufenden Rückkaufprogramms erwarb SAP zwischen dem 28. September und dem 2. Oktober über XETRA weitere 50.000 eigene Aktien. Damit beläuft sich das kumulierte Volumen der im aktuellen Programm erworbenen Anteile auf 8.945.886 Stück.
Blick auf die anstehenden Quartalszahlen
Für Investoren rückt nun die operative Geschäftsentwicklung in den Fokus. Am 21. Oktober wird SAP die Finanzergebnisse für das dritte Quartal 2026 vorlegen. Nach einem Rückgang von 11 Prozent seit Jahresbeginn dürften Marktteilnehmer vor allem darauf achten, ob die neuen Softwarelösungen die Wachstumsziele im Cloud-Bereich untermauern können.
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