Liebe Leserin, lieber Leser,
der Start ins neue Börsenjahr war der Aktie von SAP noch gelungen. Ausgehend von 202,60 Euro am ersten Handelstag 2026, waren die Papiere des Software-Konzerns am 13. Januar auf bis zu 219,35 Euro geklettert. Seitdem aber kennt die Aktie praktisch nur noch den Weg nach unten. Nach leichten Erholungsversuchen zum Wochenstart notiert SAP aktuell nur noch bei rund 195 Euro. An den Analysten liegt es nicht, diese sind mehrheitlich zuversichtlich. Ob zu Recht, wird sich am Donnerstag zeigen, dem Tag der Wahrheit.
SAP legt am Donnerstag Quartalszahlen vor
Denn am 29. Januar 2026 wird SAP SE nach eigenen Angaben die Ergebnisse für das vierte Quartal sowie das Gesamtjahr 2025 bekanntgeben. Die Veröffentlichung ist für 6:00 Uhr MEZ geplant. Der Vorstand wird laut Mitteilung die Ergebnisse in einer Telefonkonferenz für Finanzanalysten um 07:00 Uhr MEZ sowie in einer Pressekonferenz um 10:00 Uhr MEZ erläutern. „Beide Konferenzen (in englischer Sprache) werden übertragen und stehen anschließend als Aufzeichnung (Replay) zur Verfügung“, heißt es. Und die Spannung ist groß:
Die Analysten erwarten laut finanzen.net fürs Quartal im Schnitt einen Gewinn von 1,51 Euro je Aktie, nachdem im Vorjahr ein EPS von 1,37 Euro erzielt worden war. Beim Umsatz gehen sie für das letzte Quartal 2025 bei SAP von durchschnittlich 9,75 Milliarden Euro aus – eine Steigerung um 3,94 Prozent im Vergleich zum Vorjahresviertel.
Fast alle Analysten geben Kaufempfehlung
Angesichts dieser Erwartungen sind die Analysten aktuell davon überzeugt, dass die Aktie von SAP unterbewertet ist. Laut aktien-guide liegt das durchschnittliche Kursziel für die Papiere derzeit bei 290,70 Euro – und damit fast 50 Prozent über dem aktuellen Kursstand. Auch die Empfehlungen lesen sich entsprechend:
- Eine Einstufung wurde demnach von insgesamt 39 Analysten vorgenommen
- 30 von ihnen empfehlen SAP zum Kauf, 6 zum Halten und nur 3 zum Verkauf
Jefferies weiter von SAP überzeugt
Zuletzt hatte das Analysehaus Jefferies die Einstufung für SAP auf „Buy“ mit einem Kursziel von 290 Euro belassen. Selten sei die Stimmung im Software-Sektor schlechter gewesen, KI sorge für Unsicherheit, schrieb Charles Brennan in seiner in der Vorwoche vorliegenden Studie. SAP dürfte derzeit etwa 15 Prozent über den tiefen Bewertungen früherer Zeiten gehandelt werden, „doch sollte für ein Unternehmen mit einem Wachstum der wiederkehrenden Umsätze von fast 15 Prozent die Talsohle allmählich erreicht sein“, davon zeigte sich der Jefferies-Analyst überzeugt.
Und er war in seinem Optimismus nicht allein: Die schweizer UBS hatte im Januar für die SAP-Aktie ein Kursziel von immerhin 270 Euro ebenso aufgerufen wie die britische Barclays. Diese hatte den fairen Wert für SAP zum Monatsbeginn allerdings von zuvor 300 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf „Overweight“ belassen. Die Geschäftszahlen für das vierte Quartal und für 2026 insgesamt werden ihm zufolge „weitgehend solide ausfallen“. Für SAP reduzierte er aber seine Gewinnprognosen (EPS) für 2026 und 2027.
Goldman Sachs beließ SAP-Kursziel bei 320 Euro
- Weitaus zuversichtliche war Mohammed Moawalla von der US-Investmentbank Goldman Sachs
- Er hatte die Einstufung für die SAP-Aktie mit einem Kursziel von sogar 320 Euro auf „Buy“ belassen
Der Analyst erwartet damit nicht nur ein mittelfristiges Plus von rund 65 Prozent bei der Aktie, sondern zudem eine „anhaltend robuste Dynamik im Bereich S4/Hana“, wie er in seinem Ausblick auf den Quartalsbericht der Walldorfer Ende Januar schrieb. Die SAP-Aktie sei mit der Branche abgerutscht, dabei biete sie „ihre ganz eigene Anlagestory“. Die Anleger hingegen blieben weiter skeptisch. Bleib abzuwarten, ob sich das am Donnerstag ändert, dem Tag der Wahrheit.
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