SAP-Aktie: Oracle und IBM als Spielverderber!

Die Aktie von SAP schwächelt auch am Mittwoch. Die Ursache für den aktuellen Kursverfall liegen beim Softwarekonzern wohl außerhalb – bei Oracle und IBM.

Auf einen Blick:
  • Die SAP-Aktie hat in dieser Börsenwoche einen schweren Stand
  • Seit Anfang Juli standen sie schon wegen Oracle unter Druck
  • Nun riss IBM die gesamte Softwarebranche mit nach unten

Die Aktie von SAP schwächelt auch am Mittwochvormittag im Xetra-Handel. Nachdem die Papiere des Energietechnik-Konzerns am Dienstag von zuvor rund 140 auf bis zu 130 Euro eingeknickt waren, hatten sie sich zum Abend wieder auf 136,72 Euro verbessert. Doch die Erholung scheint bereits wieder vorbei, gegen 11 Uhr notiert die SAP-Aktie 1,2 Prozent tiefer bei 135,14 Euro. Und das, trotz einer Kaufempfehlung durch die UBS. Die Gründe für die aktuellen Kursverluste sind bei den Münchnern wohl nicht hausgemacht. Die Spielverderber sind andere.

SAP seit Anfang Juli wegen Oracle unter Druck

Laut eines aktuellen Berichts auf finanzen.net gab den eigentlichen Ausschlag für die Schwächephase seit Anfang Juli der US-Konkurrent Oracle: „Dessen überraschend hohe angekündigte Investitionen in KI-Infrastruktur lösten eine Umschichtung aus Softwarewerten in Hardware- und Chiptitel aus, die auch SAP traf“, heißt es. Eine Sektor-Abstufung europäischer IT-Werte durch die UBS verstärkte den Abverkauf zusätzlich. Doch das ist bezüglich SAP eher verwunderlich.

  • Zwar reduzierte die schweizer Bank das Kursziel, aber lediglich von 205 auf 164 Euro
  • Angesichts des aktuellen Kursniveaus beließ Analyst Michael Briest die Aktie auf „Buy“

Und so reicht Oracle als Erklärung für den erneuten Niedergang bei SAP kaum, schon gar nicht der zwischenzeitliche Kursknick vom Dienstag um mehr als sieben Prozent.

IBM schockte die gesamte Softwarebranche

Auslöser dessen waren vielmehr enttäuschende vorläufige Geschäftszahlen von IBM und zurückhaltende Aussagen von Konzernchef Arvind Krishna. IBM berichtete laut ariva.de, dass Kunden ihre Investitionen zum Ende des Quartals deutlich verschoben hätten. „Statt Geld für Software und IT-Dienstleistungen auszugeben, hätten viele Unternehmen verstärkt Server, Speichersysteme und Arbeitsspeicher gekauft.“ Für Softwareanbieter wie SAP sind diese Aussagen natürlich Gift. IBM brach in der Folge um gut ein Viertel ein – und zog die gesamte Branche mit nach unten. Ob das so bleibt? In der kommenden Woche legen die Walldorfer ihrerseits Zahlen vor.

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