SAP-Kunden stehen im Zuge der Umstellung auf moderne Cloud-Lösungen vor neuen Herausforderungen bei der Lizenzierung. Darauf weist der Softwareanbieter Soterion hin, der nach eigenen Angaben inzwischen mehr als 100 sogenannte FUE-Bewertungen für SAP-Umgebungen durchgeführt hat.
Wie das Unternehmen mitteilte, steigt die Nachfrage nach entsprechenden Analysen, da viele Firmen von SAP ECC auf SAP Cloud ERP Private wechseln. Hintergrund ist das STAR-Lizenzmodell von SAP. Dabei wird die Anzahl der benötigten Lizenzen anhand der einem Nutzer zugewiesenen Berechtigungen ermittelt und nicht ausschließlich anhand der tatsächlichen Nutzung.
SAP-Aktie: Kunden prüfen Lizenzkosten genauer
Nach Angaben von Soterion können ältere Rollen- und Berechtigungskonzepte dazu führen, dass Unternehmen mehr Lizenzen benötigen als tatsächlich erforderlich wäre. Das Unternehmen erklärte, bei den ersten 100 durchgeführten Bewertungen habe sich gezeigt, dass der Lizenzbedarf häufig deutlich höher angesetzt werde als auf Grundlage der tatsächlichen Nutzung notwendig wäre.
Soterion-Chef Dudley Cartwright betonte, das STAR-Regelwerk von SAP sei grundsätzlich fair. Die Herausforderung bestehe jedoch darin, dass viele Unternehmen ihre bestehenden Rollenmodelle nie mit Blick auf eine Optimierung der neuen Lizenzlogik entwickelt hätten. Dadurch könne es zu einer unnötig hohen Nutzung von Lizenzen kommen.
SAP-Aktie: Softwarekonzern rät zum dringenden Wechsel in die Cloud
Gleichzeitig erhöht SAP selbst den Druck auf Bestandskunden, die den Wechsel in die Cloud bislang aufgeschoben haben. In einem aktuellen Beitrag argumentiert der Konzern, dass Unternehmen mit SAP ECC durch technische Altlasten, wachsende Wartungsaufwände und begrenzte Möglichkeiten bei Künstlicher Intelligenz und Automatisierung zunehmend Wettbewerbsnachteile riskieren würden.
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