SAP stärkt sein Geschäft in Spanien. Laut einer aktuellen Pressemeldung treibt die Stadt Madrid ihre Verwaltungsmodernisierung weiter voran und setzt dabei auf eine umfassende SAP‑Plattform.
Nach zwei Jahrzehnten Zusammenarbeit mit dem deutschen Konzern – beginnend 2004 in Finanzen und HR – hat die Stadt 2020 den Schritt in die Private Cloud gemacht und erweitert diesen nun mit RISE with SAP und der SAP Business Technology Platform.
Ziel ist ein vollständig digitalisiertes, integriertes Verwaltungsmodell: weg von isolierten Altsystemen, hin zu Echtzeit‑Daten, automatisierten Abläufen und einer einheitlichen Sicht auf Finanzen, Personal und Steuern.
SAP-Aktie: Großer Sprung bei der Steuerverwaltung
Besonders stark wirkt die Transformation im Bereich Steuern und Einnahmen. Madrid integriert die Steuerprozesse direkt in das Finanzsystem – von Registrierung über Bewertung bis zur Einziehung und Kontrolle.
Bereits zwei Drittel der kommunalen Steuereinnahmen laufen über die neue SAP‑Umgebung, darunter Grundsteuer (IBI), Gewerbeabfallsteuer (TRUA), Kapitalertragssteuer (IIVTNU) und Terrassensteuer. Weitere Steuern wie Kfz‑ und Gewerbesteuer folgen als nächstes.
Ein zentrales Element war die Bereinigung und Vereinheitlichung der Stammdaten – inklusive Abgleich mit Polizei, Steuerbehörde und städtischem Adressregister. Ergebnis: ein 98 % Effizienzgrad bei der Grundsteuererhebung 2024.
SAP-Aktie: Automatisierung, KI und papierlose Verwaltung
Die Stadt setzt stark auf Automatisierung und KI‑gestützte Prozesse: Bankabgleiche, Budgetzuweisungen und wiederkehrende Verwaltungsaufgaben laufen inzwischen automatisiert über Regeln, Machine Learning und RPA‑Dienste auf der SAP‑Plattform.
Gleichzeitig wurde ein vollständig papierloses HR‑System etabliert, das Anträge, Genehmigungen und interne Abläufe digital abbildet – schneller, transparenter und nahezu rund um die Uhr verfügbar.
SAP-Aktie: Finanzielle Vorteile und Zukunftsfähigkeit
Mit RISE with SAP verfolgt Madrid ein kostenplanbares, nachhaltiges IT‑Modell auf Basis von Abonnements und Pay‑per‑Use. Die neue Plattform ist zudem flexibel genug, um künftige Anforderungen – von der EU‑Digitalagenda bis hin zur KI‑gestützten Analytik – schnell zu integrieren und die Stadt als Vorreiterin moderner digitaler Verwaltung zu positionieren.
Finanzielle Details zur Kooperation zwischen dem deutschen Software-Konzern und der spanischen Hauptstadt waren zunächst nicht bekannt.
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