Mit einem Minus von 3,6 % auf 148,4 Euro lief es für die SAP-Aktie am Dienstagvormittag alles andere als rund. Auf 7-Tages-Sicht summierte sich der Rückgang somit auf 10,1 % (Stand: 24.03.2026, 8:45 Uhr).
SAP-Aktie: Analyst dampft Kursziel ein und stuft auf „Neutral“ ab
Ein Grund für den jüngsten Kursrutsch dürfte auch eine am Montagabend veröffentlichte Analysenabstufung sein. So hat Toby Ogg von der US-Großbank JPMorgan nicht nur sein Kursziel für die SAP-Aktie von 260 auf 175 Euro eingedampft. Der Experte kappte auch seine Einstufung von „Overweight“ auf „Neutral“.
Ogg begründet die deutliche Kurszielsenkung damit, dass sich die bisher erwartete Beschleunigung beim Wachstum und bei den Margen nicht wie erhofft abzeichnet. Besonders kritisch sieht der JPMorgan-Experte die Entwicklung der vertraglich zugesicherten Clouderlöse (CCB).
Diese könnten im Zuge der laufenden Cloud‑Migration zunächst weiter zurückgehen – ein Punkt, der die Kursfantasie kurzfristig bremst. Hinzu kommt laut Ogg, dass der tiefgreifende Umbau des Geschäftsmodells zu stärkeren Ergebnisschwankungen führen könnte. Gleichzeitig verschärft sich der Wettbewerb im Cloud‑Geschäft, was den Investitionsbedarf erhöht.
SAP-Aktie auch wegen KI-Bedenken unter Druck
Unterm Strich erwartet JPMorgan daher eine schwierigere Kursentwicklung, bis SAP die Übergangsphase stabilisiert und wieder klarere Wachstumsimpulse liefern kann. Zuletzt war die Aktie nicht nur wegen des Iran-Kriegs in die Bredouille geraten. Vor allem die immer fortschrittlicheren KI-Systeme nähren die Zweifel, ob Softwareentwickler wie SAP künftig überhaupt noch eine Rolle spielen werden.
SAP-Chef Christian Klein gab sich daher in den letzten Wochen alle Mühe, die Bedenken zu zerstreuen. Laut Reuters betonte der CEO, dass SAP keine Aufträge wegen KI verliere, sondern im Gegenteil Aufträge wegen KI gewinne. So kündigte Klein neue Teams an, die Kunden beim Entwickeln von KI-Agenten auf SAP-Basis unterstützen sollen.
Zudem plant das Management eine neue Gebührenstruktur, bei der nicht die Zahl der Nutzer in einem Unternehmen den Preis bestimmen soll, sondern der tatsächliche KI-Einsatz. Wer viel automatisiert, soll also mehr zahlen. Damit will der Konzern seine Wachstums- und Profitchancen trotz Automatisierung aufrechterhalten.
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