Vor gut einer Woche bekam die Aktie von SAP einen richtigen Push. Von 147,86 Euro im Xetra-Handel noch zum Handelsschluss des Vortages, ging es mit den Papieren des Software-Konzerns um Xetra-Handel auf bis zu 159,64 Euro. Es war für die SAP-Aktie zugleich der höchste Stand seit Mitte März. Ursächlich war offenbar die zum Wochenbeginn gegebene Kaufempfehlung durch die Deutsche Bank. Doch die Euphorie hielt nicht lange. Nur noch 151 Euro stehen aktuell auf dem Kurszettel der Walldorfer.
Deutsche Bank bestätiogt SAP-Kursziel von 200 Euro
Das ist viel zu wenig, glaubt Johannes Schaller von Deutsche Bank Research: Er hate die Einstufung für SAP vor Wochenfrist mit einem Kursziel von 200 Euro auf „Buy“ belassen. Der Analyst erkennt somit ein Aufwärtspotenzial bei der Aktie von mehr als 30 Prozent. SAP habe umfassende Informationen zur KI-Strategie und einen Innovationsfahrplan präsentiert, was der Experte „als großen Schritt in die richtige Richtung betrachtet“, mit klarem Wert für Kunden und niedrigen Anpassungsbarrieren. Dies schrieb Schaller laut finanzen.net zur SAP-Hausmesse Sapphire und einer Analystenkonferenz.
Und er war ja nicht der einzige, der SAP derzeit als unterbewertet ansieht. Zuvor hatten bereits andere institutionellen Beobachter ihre Einschätzung abgegeben – und kamen zu noch optimistischeren Prognosen:
- UBS: 205,00 Euro, +35,69%
- Jefferies: 230,00 Euro, +52,24%
- Berenberg: 215,00 Euro, +42,31%
Jeffries erkennt KI-Strategier bei SAP
Insbesondere Jefferies-Analyst Charles Brennan machte Hoffnung auf steigende SAP-Kurse. In diesem Jahr sei die Sapphire- Konferenz des Softwarekonzerns zwar „eher eine Evolution als eine Revolution gewesen“, schrieb er zwar. Doch das sei nicht negativ. Die Fähigkeiten von Künstlicher Intelligenz (KI) würden immer ausgereifter und besser – diese stehe nun im Mittelpunkt der SAP-Strategie. Die Anleger indes zögern. Seit Jahresanfang hat die Aktie noch immer rund ein Viertel an Wert verloren.
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