SAP-Aktie: Das könnte eigentlich Mut machen!

Kurz vor den Quartalszahlen beließ JP Morgan die Aktie von SAP bei einem Kursziel von 175 Euro. Die Anleger bleiben beim Softwarekonzern dennoch skeptisch.

Auf einen Blick:
  • SAP-Aktie gibt am Montag leicht nach
  • JPMorgan bestätigt Kursziel von 175 Euro
  • Jefferies erwartet Erholung der Bewertungen
  • Quartalszahlen am Donnerstag erwartet

Die Erholung bei der Aktie von SAP muss offenbar noch warten. Auch am Montag haben die Papiere des Softwarekonzerns aus Walldorf bis nach dem Mittag einen leichten Abschlag hinzunehmen. Im Xetra-Handel steht ein Minus von 0,7 Prozent auf jetzt 137,04 Euro zu Buche. Damit notiert die SAP-Aktie gerade einmal 1,5 Prozent höher als noch vor einem Monat. Aus dem vergangenen Halbjahr beläuft sich das Minus auf rund 30 Prozent. Dabei könnte eine neue Analysteneinschätzung eigentlich Mut machen.

SAP-Prognose bleibt bei 175 Euro

Denn laut Medienberichten hat die US-Bank JPMorgan die Einstufung für SAP am Montag zwar auf „Neutral“ belassen, mit einem Kursziel von 175 Euro jedoch erkennt sie gut 27 Prozent Kurspotenzial. Toby Ogg befasste sich in seiner Studie mit Expertenmeinungen zu zentralen Themen und Trends bei Kunden und Partnern, die für SAP von Bedeutung seien, wie es heißt. Die Walldorfer dürften den Fachleuten zufolge „die gesamten Softwareausgaben langfristig senken, wobei sich die Budgetverteilung hin zu Anbietern in den Bereichen Cloud, Observability und Cybersicherheit verschieben sollte“, schrieb er.

  • Der JPMorgan-Analyst ist nicht der einzige, der die Aktie derzeit als unterbewertet betrachtet
  • Das durchschnittliche Kursziel aus neun Analysen liegt laut finanzen.net aktuell bei sogar 214,14 Euro

Auch das Analysehaus Jefferies hatte die Einstufung für SAP Ende Juni auf „Buy“ belassen, ohne jedoch ein Kursziel zu nennen.

Jeffries-Analyst rechnet mit Erholung

Charles Brennan gab einen Ausblick auf die Berichtssaison zum zweiten Quartal im europäischen Softwaresektor. Es wirke so, als ob die Stimmung im Sektor wieder die Tiefststände vom Jahresanfang erreicht habe, schrieb er. Dies sei derart einseitig, dass eine Erholung der Bewertungen wahrscheinlich sei. Er gehe aber nicht davon aus, dass die kommenden Quartalsberichte groß dazu beitragen werden, die Risiken für das Gesamtjahr zu reduzieren. Sie dürften also kein entscheidender Wendepunkt werden. SAP wird die Quartalszahlen an diesem Donnerstag vorlegen.

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